Quelle: Das ist hier also im Busch! Kommt ein echtes Erdbeben?

Wer spricht?

Manuel (Koschi Politik) lebt seit 8 Jahren in Buffalo, New York, und berichtet für ein deutschsprachiges Publikum über US-amerikanische Innenpolitik — kritisch, verständlich, aus erster Hand. Kein Mainstream-Medium, sondern unabhängiger Journalismus mit Vor-Ort-Perspektive.


Inhalt

Warum Melanias Epstein-Pressekonferenz plötzlich Sinn ergibt

▶ 0:46 — Melania Trump hielt eine überraschende Pressekonferenz ab, bei der sie explizit betonte, nichts von Jeffrey Epsteins Verbrechen gewusst zu haben — obwohl zu diesem Zeitpunkt niemand sie öffentlich beschuldigt hatte. Das schien rätselhaft. Jetzt gibt es eine Erklärung: Amanda Ungaro.

Amanda Ungaro ist ein brasilianisches Ex-Model, das seit zwei Jahrzehnten zum inneren Trump-Kreis zählte — gemeinsame Silvesterfeiern auf Mar-a-Lago, Trumps Inauguration 2017, der 4. Juli. Ihr damaliger Partner Paolo Zampoli (heute Trumps Sonderbeauftragter für globale Partnerschaften) gilt als derjenige, der Trump und Melania 1998 im KitKat Club in New York zusammenbrachte.


Der Epstein-Flug mit 16 Jahren

▶ 1:31 — Amanda Ungaro sagt selbst, sie war 16 Jahre alt, als sie erstmals in Epsteins Privatjet — dem sogenannten Lolita Express — von Paris nach New York flog. Das belegen die Flugprotokolle, die das US-Justizministerium 2021 veröffentlichte: ihr Name steht dort schwarz auf weiß.

▶ 2:17 — Ihr Agent auf diesem Flug: John L. Brunell, Epsteins berüchtigter Model-Scout, der später in französischer Untersuchungshaft auf merkwürdige Weise starb.


Paolo Zampoli: Das Verbindungsglied zwischen Trump, Melania und Epstein

▶ 2:17 — Im Zentrum der Geschichte steht Paolo Zampoli, ehemaliger Modelagent, heute Trumps Sonderbeauftragter für globale Partnerschaften. Er besaß damals die Agentur ID Models — Jeffrey Epstein war dort regelmäßiger Gast. Die beiden überlegten sogar, gemeinsam eine andere Modelagentur aufzukaufen. Zampolis Name taucht mehrfach in den vom Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten auf.

▶ 3:02 — Amanda Ungaro wurde Zampolis Klientin, dann seine Partnerin. Zwei Jahrzehnte lang waren sie zusammen, bekamen einen Sohn. Ungaro erhielt sogar eine zeremonielle Rolle als Sonderbotschafterin für Grenada bei den Vereinten Nationen — ein Beleg, wie eng die Verflechtungen mit dem Trump-Netzwerk waren. Selbst Trumps früherer Feind wurde mit zeremoniellen Ehren bedacht.


Die Abschiebung als Instrument eines Sorgerechtsstreits

▶ 5:19 — Nach der Trennung von Zampoli heiratete Ungaro einen brasilianischen Arzt und lebte in Aventura, Florida. Im Juni 2025 wurde sie wegen Betrugs verhaftet und schließlich wegen Überziehung ihres Visums abgeschoben.

▶ 6:04 — Der Verdacht: Zampoli nutzte seine engen Verbindungen zur Trump-Regierung, um ICE einen Tipp zu geben — Motivation war ein laufender Sorgerechtsstreit um den gemeinsamen Sohn. Manuel zitiert einen Bericht:

„Die Bereitschaft der ICE-Beamten, sofort für einen Trump-Verbündeten tätig zu werden, selbst für jemanden in einer niedrigeren zeremoniellen Rolle, spiegelt ein wiederkehrendes Muster der zweiten Trump-Regierung wider: Die Hebel der Bundesregierung können genutzt werden, um persönliche Rechnungen zu begleichen.”

DHS bestritt in einer offiziellen Stellungnahme, dass Ungaro aus politischen Gründen oder aufgrund von Gefälligkeiten verhaftet wurde.


Ungaros Drohungen an Melania

▶ 8:21 — Aus Brasilien heraus postete Ungaro Anfang April 2026 mehrere direkte Botschaften an Melania Trump (mittlerweile wieder gelöscht, Screenshots kursierten):

„Hallo Melania, ich war 20 Jahre lang an deiner Seite. Du wusstest, dass ich bei ICE in Gefangenschaft war. Halt den Mund, wenn du über mich redest, denn ich werde alles enthüllen, was ich weiß.”

▶ 9:06 — Und weiter:

„Ich habe nichts mehr zu verlieren. Ich werde das gesamte System zu Fall bringen. Vielleicht solltest du Angst haben vor dem, was ich weiß, davor, wer du bist und wer dein Mann ist.”

▶ 10:37 — Im dritten Post implizierte sie, Melania habe versucht, sie in Machenschaften hineinzuziehen, die Kinder betreffen — und sie habe sich geweigert, weil sie „Charakter habe”.


Das angekündigte CNN-Interview

▶ 11:22 — Am 13. April 2026 um 20 Uhr Ostküstenzeit sollte Ungaro bei CNN ein Interview geben, in dem sie angeblich „mit allem auspackt”. Manuel schätzt: Weil sie sich in Brasilien befindet, hat die Trump-Administration keinen direkten Zugriff auf sie mehr.


Faktencheck

Bestätigt — Ungaros Name in DOJ-Flugprotokollen

Die Flugprotokolle des Epstein-Jets wurden vom US-Justizministerium 2021 tatsächlich veröffentlicht. Quelle: DOJ Release of Epstein Flight Logs

Bestätigt — Zampoli als Trump-Sonderbeauftragter für globale Partnerschaften

Paolo Zampoli wurde tatsächlich von Trump in diese Rolle berufen. Seine langjährigen Verbindungen zu Trump und Melania sind durch zahlreiche Medienberichte belegt. Quelle: Daily Beast — Trumps Verbindungen zu Zampoli

Bestätigt — Zampoli hat Trump und Melania zusammengebracht

Die New York Times berichtete 2016, dass Zampoli Melanias US-Visum sicherte und sie Trump auf einer Party vorstellte. Zampoli selbst bestätigte dies öffentlich. Quelle: New York Times, 2016

Vereinfacht — Zampoli hat ICE den Tipp gegeben

DHS wies diese Darstellung offiziell zurück. Die NY Times berichtet über den Verdacht, kann ihn aber nicht bestätigen. Zampoli bestritt ebenfalls, ICE kontaktiert zu haben. Keine unabhängige Quelle für die direkte Einflussnahme gefunden.

Vereinfacht — Ungaros Alter auf dem Epstein-Flug (16 Jahre)

Das Alter basiert auf Ungaros eigener Aussage. Die Flugprotokolle enthalten keine Altersangaben. Keine unabhängige Quelle für die genaue Altersangabe gefunden.


Weiterführende Quellen

Im Video zitierte Quellen:


Verbindungen

Koschi Politik — Epstein - Leon Black und das Urteil gegen das DOJ · Spur: Epstein und der Schutz von Eliten

Derselbe Epstein-Komplex, später im Verlauf: das Gerichtsurteil gegen das DOJ und Leon Blacks Subpoena — verfolgt in der lebenden Spur.

Koschi Politik — Weißes Haus löscht Trumps Privatvideo

Ebenfalls ein Fall von institutionellem Machtmissbrauch in der zweiten Trump-Ära: Bundesbehörden als Instrumente persönlicher oder politischer Rechnungen

Koshi Politik — ICE-Flughafenterror: Was Trump wirklich will

ICE als verlängerter Arm des Trump-Netzwerks; im Ungaro-Fall wird dasselbe Muster sichtbar: ICE-Einsatz auf Zuruf von Verbündeten

Daniel - Lena Kotré plant private Abschiebeindustrie

Abschiebung als Werkzeug — politisch wie privat; Kotré denkt es systemisch, im Ungaro-Fall wird es personell exerziert

Sandra Navidi — Verbrecher getarnt als Regierung: Wie Trump die USA ausraubt (Der Standard)

Trumps Netzwerk als Selbstbedienungsmentalität: Zampoli nutzt Regierungsverbindungen für den eigenen Sorgerechtsstreit

Nachtsitzung — Trumps Machtbasis bricht zusammen

Wenn ehemalige Verbündete anfangen auszupacken, ist das ein klassisches Zeichen für bröckelnde Loyalität — Ungaro ist ein weiteres Beispiel