Quelle: Jawoll! Reihenweise GUTE Nachrichten aus den USA! — Koschi Politik, 2026
Wer spricht?
Manuel (Koschi Politik – USA Aktuell) — Deutscher Auswanderer, lebt seit ~8 Jahren in Buffalo, New York. Erklärt US-Politik auf Deutsch aus Insider-Perspektive — analytisch-kritisch, klar links-liberal, ohne Übersetzungsfilter.
Inhalt
Ein seltenes Format für Koschi: ausschließlich positive Entwicklungen aus den USA — drei Themen, die zeigen, dass Trumps Machtapparat an Grenzen stößt.
1. Pam Bondi entlassen
Trump feuert seine Justizministerin Pam Bondi — kurz vor seiner Iran-Kriegsansprache zur Hauptsendezeit. Laut Daily Mail gab es einen dramatischen Showdown im Weißen Haus: Bondi bat ihn angefleht, sie nicht zu entlassen. Trump blieb fest. Nachfolger übergangsweise: Todd Blanche (ehemaliger Privatanwalt Trumps).
Warum wurde Bondi gefeuert? Koschi sieht zwei Gründe:
- Offiziell: Trump wirft Bondi vor, dem demokratischen Kongressabgeordneten Eric Swalwell (der wegen angeblicher Kontakte zu einem chinesischen Spion untersucht wird) einen Tipp gegeben zu haben
- Tatsächlich: Bondi war für Trump als politische Waffe schlicht nicht effektiv genug. Verfahren gegen James Comey und Fed-Chef Jerome Powell scheiterten vor Gerichten — Bondi konnte Trumps persönliche Feindeslisten nicht durchsetzen
Note
Dass eine Justizministerin gefeuert wird, weil sie zu wenig korrupt war — nicht weil sie Fehler gemacht hat —, ist der Kern des Problems. Der Maßstab ist nicht Recht, sondern Loyalität.
Epstein-Dimension: Anwalt der Überlebenden im Video:
„Pam Bondi was an absolute disaster. A victim was named 500 times in the release of the 3 million documents, when she shouldn’t have been named once.”
Demokrat Robert Garcia (House Oversight Committee): Bondi ist weiterhin verpflichtet, vor dem Ausschuss unter Eid auszusagen — Entlassung ändert daran nichts. Sie muss sich für den Umgang mit den Epstein-Akten und die Sonderbehandlung von Ghislaine Maxwell verantworten.
Die Frage: Wird Bondi nun offener reden, da sie nichts mehr zu verlieren hat? Der Anwalt der Überlebenden ist skeptisch — zu wenig Vertrauen in Bondis Charakter.
2. Birthright Citizenship — Trumps Niederlage am Supreme Court
Trump hatte per Executive Order (25. Januar) versucht, das Geburtsrecht auf US-Staatsbürgerschaft (14. Zusatzartikel, 1868) abzuschaffen: Künftig soll nur noch US-Bürger sein, wer mindestens einen Elternteil mit Staatsbürgerschaft oder Greencard hat.
Trumps Argument: Der 14. Zusatzartikel sei historisch nur für freigelassene Sklaven gedacht gewesen — nicht als universelles Geburtsrecht. Außerdem befeuere er „Geburtentourismus”.
Das Problem: Trump erschien persönlich 75 Minuten lang beim Supreme Court — als erster Präsident in der Geschichte bei einer solchen Anhörung. Koschi liest das als Einschüchterungsversuch gegenüber den Richtern, die er selbst ernannt hat.
Es funktionierte nicht. Selbst Trumps eigene drei Richter zeigten sich von der Argumentation unbeeindruckt. Aktueller Stand: Beste realistische Aussicht für Trump ist eine 7:2-Niederlage, möglicherweise sogar 9:0. Urteil kommt im Juni 2026.
Signal
Dass ein 6:3 konservativ besetzter Supreme Court — drei davon Trump-Ernennungen — Trumps Verfassungsreinterpretation nicht mitträgt, ist ein wichtiges institutionelles Signal. Executive Orders können nicht die Verfassung überschreiben.
3. Meinungswandel zur Immigration — historischer Allzeithoch
Umfragedaten zeigen eine dramatische Verschiebung der öffentlichen Meinung:
| 2024 | 2025/2026 | |
|---|---|---|
| Amerikaner: „Immigration ist gut für die USA” | ~47% | 79% (Allzeithoch) |
| Republikaner pro-Immigration | 39% | 64% |
| Unabhängige: Zustimmung zu Trumps Immigrationspolitik | +3 | −24 (−27 Punkte) |
| Geburtsrecht-Staatsbürgerschaft befürworten | — | 69% |
Trumps Zustimmung zur Immigrationspolitik insgesamt: −20 Punkte gegenüber Januar 2025.
Koschi führt den Wandel auf die verstörenden Bilder von ICE-Einsätzen zurück: Pfefferspray in Augen aus nächster Nähe, die Erschießung von Alexy und René Good auf offener Straße, stundenlange Schlangen am Flughafen. Das hat auch Menschen aufgeweckt, die vorher Trumps Migrationskurs unterstützt hatten.
„Man könnte sagen, vielleicht war der Tod von Alexy und René Good doch zu etwas gut und hat zu einem Aufwachen bei den Leuten geführt.”
Faktencheck
Bestätigt — Umfragewerte Immigration
Die genannten Zahlen (79% pro-Immigration, Allzeithoch; 64% Republikaner; −27 Punkte Unabhängige) stammen aus verifizierbaren US-Umfragen (Gallup/CNN-Polling), die im Video eingeblendet werden.
Vereinfacht — Bonndi-Entlassungsgrund
Koschi kombiniert offiziellen Grund (Swalwell-Tipp) und eigene Einschätzung (zu wenig loyale Korruption). Beides ist plausibel, aber der tatsächliche Hauptgrund ist nicht öffentlich bestätigt.
Vereinfacht — Supreme Court Prognose
Koschs „7:2 oder 9:0 Niederlage” ist eine Einschätzung aus den Reaktionen der Richter während der mündlichen Verhandlung — kein Urteil. Richterverhalten in Anhörungen ist kein zuverlässiger Indikator für das spätere Urteil.
Verbindungen
→ Koschi Politik — ICE erschiesst Lorenzo Salgado
Das dunkle Gegenstück: Während hier die Bremsen greifen (Gerichte, öffentliche Meinung), zeigt der Fall Salgado, was der Apparat anrichtet, solange Sichtbarkeit noch keine Konsequenzen erzeugt.
→ Koschi Politik — Epstein und Pam Bondi: Truth Social Folge 11
Vorgeschichte: Bondis Umgang mit den Epstein-Akten und Sonderbehandlung von Maxwell; die Entlassung ist die direkte Konsequenz dieser Dokumentation
→ Koschi Politik — Epstein-Akten: Was wir jetzt wissen
Kontext zu den 3 Millionen Dokumenten, bei deren Veröffentlichung Bondi Opfer ungeschützt ließ
→ Koschi Politik — ICE Buffalo — Tod eines Flüchtlings
Alexy und René Good: die konkreten Todesfälle, die Koschi als Auslöser des Meinungswandels benennt
→ Koschi Politik — ICE bestiehlt Immigranten
Teil des ICE-Bildes, das die öffentliche Meinung kippte
→ Good News - Positive Nachrichten März 2026
paralleles Format: positive Entwicklungen als Kontrapunkt zur Dauerkrise
→ Sandra Navidi — Verbrecher getarnt als Regierung: Wie Trump die USA ausraubt (Der Standard)
Navidi erklärt, warum Bondis Entlassung kein gutes Zeichen ist: Sie wurde gefeuert weil nicht korrupt genug, ersetzt durch Trumps Privatanwalt. Koschi sieht ein institutionelles Signal; Navidi sieht den Verlust der letzten Bremse.
→ Koschi Politik — ICE erschiesst Joan Sebastian Guerrero
Das Gegenstück zur Hoffnung dieser Note: Sechs Tage nach Salgado erschießt ICE in Maine den nächsten Falschen — die Frage, ob der demokratische Korrekturweg schneller ist als die Eskalation, wird dort konkret gestellt.











