Biografie
- Menschenrechtsanwalt und Völkerstrafrechtler, Co-Program Director des Programmbereichs International Crimes and Accountability am ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights, Berlin) — seit Oktober 2023.
- Studium der Rechtswissenschaft und Philosophie in Heidelberg und Santiago de Chile.
- Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Völkerrecht in Heidelberg; Associated Professor am Institut für Völkerrecht der Universität Leipzig.
- Promotion (Dr. jur.) am Institut für Internationales Strafrecht der Universität Göttingen — zum Thema sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt vor internationalen Gerichten.
- Nach dem Referendariat Begleitung von Verfahren nach dem Weltrechtsprinzip vor deutschen Gerichten (Schwerpunkt sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt).
- Zuvor Senior Legal Advisor der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Tunis.
- Am ECCHR begleitet er u.a. Verfahren zu Menschenrechtsverbrechen in Libyen, deutsche Waffenexporte nach Israel und die menschenrechtlichen Folgen von Abschiebungen für Migrant:innen.
- Deutscher; lebt und arbeitet in Berlin.
Öffentliche Arbeit, Kanäle & Engagement
- ECCHR — Programmbereich International Crimes and Accountability: ecchr.eu/person/alexander-schwarz
- Instagram: @alexander_schwarz_ecchr
- LinkedIn: Dr. Alexander Schwarz
- X / Twitter: @Schwarz__Alex
- IPG Journal — Autorenprofil: ipg-journal.de
- Regelmäßiger Interviewpartner zu Völkerrecht und staatlicher Verantwortung (Deutschlandfunk, der Freitag, nd, Münchner Kammerspiele).
Bücher & Publikationen
| Titel | Jahr | Beschreibung |
|---|---|---|
| Das völkerrechtliche Sexualstrafrecht | 2019 | Aus der Göttinger Dissertation hervorgegangene Monografie (Duncker & Humblot) über die strafrechtliche Erfassung sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt im Völkerstrafrecht. |
| Die Stärke des Rechts (Gastbeitrag, nd/ECCHR) | 2024 | Essay über die Handlungsfähigkeit des Völkerrechts angesichts von Straflosigkeit und politischem Druck. |
| Der Nahostkonflikt im Fokus der internationalen Justiz | 2025 | Wissenschaftlicher Beitrag zu IGH- und IStGH-Verfahren rund um den Nahostkonflikt. |
Empfehlenswerte Videos & Vorträge
- Vom Smartphone ins Gericht: Wie digitale Beweise Völkerstraftaten vor Gericht bringen — Session auf der re:publica 26 (mit Frederik Obermaier), 20.05.2026: wie Handyvideos, Satellitenbilder und OSINT-Verifikation zu Beweismitteln in Völkerstrafverfahren werden.
- Interview mit dem Deutschlandfunk zu deutschen Waffenlieferungen nach Israel (31.05.2025).
- Interview mit dem FREITAG zu deutschen Waffenlieferungen nach Israel (02.12.2025).
Kernthesen
- Digitale Beweise verändern die Völkerstrafjustiz. Smartphone-Videos, Satellitenbilder und Social-Media-Material können — verifiziert und rechtssicher aufbereitet — Völkerstraftaten vor Gericht bringen, wo klassische Zeugenbeweise fehlen oder zu gefährlich sind.
- Verifikation entscheidet über Beweiskraft. OSINT-Material braucht sorgfältige Authentifizierung (Metadaten, Geolokalisierung, Chain of Custody), sonst bleibt es vor Gericht wertlos.
- Das Weltrechtsprinzip als Hebel gegen Straflosigkeit. Deutsche Gerichte können Völkerstraftaten verfolgen, auch wenn Tat und Täter keinen Deutschland-Bezug haben — ein Instrument, wenn internationale Gerichte blockiert sind.
- Sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt gehört ins Zentrum, nicht an den Rand der völkerstrafrechtlichen Aufarbeitung.
- Das Völkerrecht ist stark, wenn Staaten es anwenden — schwach, wenn sie es politisch umgehen. Deutsche Waffenexporte in Konfliktgebiete stellen die eigene Rechtstreue auf die Probe.
Politische / ideologische Einordnung
Menschenrechtsjurist mit klarer Position für die Durchsetzbarkeit des Völkerrechts gegenüber staatlicher Realpolitik. Kritisch gegenüber deutschen Waffenlieferungen in Konfliktgebiete (Israel/Gaza), soweit sie gegen völkerrechtliche Pflichten verstoßen könnten. Seine Arbeit am ECCHR ist Teil einer zivilgesellschaftlich getragenen, an Betroffenenrechten orientierten strategischen Prozessführung — kein Parteiengagement.












