Biografie
- Beruf: IT- und Telekommunikations-Manager, Digitalpolitik-Stratege. Seit 2019 Director General & CEO des Smart Africa Secretariat (Kigali, Ruanda) — der von der Afrikanischen Union getragenen Allianz von inzwischen 42+ Staaten mit dem Ziel eines Single Digital Market for Africa bis 2030.
- Herkunft: Ivorer (Côte d’Ivoire). Trilingual: Französisch, Englisch, Arabisch.
- Ausbildung: Bachelor in Elektronik-/Ingenieurwesen (Ajman University, 1993), Master in Datenkommunikation, MBA. Über 25 Jahre Erfahrung in Telekommunikation, Satellitentechnik und Intelligent Transport Systems.
- Werdegang vor Smart Africa:
- Internationale Stationen bei Intelsat (Satellitenbetreiber) und Booz Allen Hamilton in den USA.
- 2011–2017 Senior Adviser des Präsidenten und des Premierministers von Côte d’Ivoire — mitverantwortlich für nationale IKT-Strategien und digitale Identitätsprogramme.
- 2017–2018 Berater des Premierministers für Digitale Transformation und Verwaltungsreformen.
- Anerkennung: 2021 Platz 12 unter den „50 Persönlichkeiten, die Afrikas digitale Transformation vorantreiben”; 2022 Platz 3 der „10 Africa Digital Trendsetters” (Jeune-Afrique-Technologie-Ranking).
Öffentliche Arbeit, Kanäle & Engagement
Koné hat kein publiziertes Buchwerk — er wirkt als institutioneller Stratege, Redner und Op-Ed-Autor.
| Kanal / Plattform | Link |
|---|---|
| Smart Africa (Organisation) | smartafrica.org |
| Ernennung zum DG (2019) | Smart Africa Pressemitteilung |
| World Economic Forum Profil | weforum.org |
| Broadband Commission (Commissioner) | broadbandcommission.org |
| World Bank Blogs (Autor) | blogs.worldbank.org |
Op-Ed & Interviews:
- Gemeinsamer Op-Ed mit Anna Sophie Herken (Vorstand GIZ): Digitale Souveränität: Nur zusammen bleiben wir unabhängig (Tagesspiegel Background) — Kernbild: „Zwei kleine Flüsse treffen sich und bilden einen größeren.” Afrika und Europa teilen dieselben Abhängigkeiten und brauchen dieselben Antworten; gemeinsam hätten sie genug wirtschaftliches, technologisches und demografisches Gewicht, um eigene Standards zu setzen, während USA und China die digitale Ordnung prägen.
- The Africa Report: ‘Africa is looking to create the most useful AI, not the most powerful’
- Tech With Africa (zur re:publica-/EU-Africa-Debatte 2026): Smart Africa CEO Calls for Equal EU-Africa AI Partnership
Empfehlenswerte Videos & Vorträge
- Writing Our Own History: The Path to Africa’s Digital Sovereignty — re:publica 26 (Berlin, Mai 2026). Der hier behandelte Vortrag: digitale Souveränität Afrikas, KI-Governance, AfCFTA Digital Trade Protocol, Partnerschaft mit Europa jenseits des Geber/Empfänger-Modells.
- WSIS+20 — Remarks by the Director General of Smart Africa — Grundsatzrede zur digitalen Ordnung (2025).
- Episode 2: Lacina Koné on AI, Connectivity and why Africa must lead itself — TechAfrica-News-Podcast.
Kernthesen
- Selbst Geschichte schreiben statt sie erleiden. Afrikas digitale Zukunft darf nicht von außen definiert werden — der Kontinent muss die Technologie mitgestalten, nicht nur an ihr teilnehmen. „Die Frage ist nicht mehr, ob Afrika Teil der KI-Transformation ist, sondern ob es sie mitgestaltet.”
- Digitale Souveränität als Fundament. Vertrauen, digitale Souveränität und lokale Wertschöpfung sind die drei Pfeiler jeder Kooperation — nicht Datenlokalisierung als Selbstzweck, sondern Kontrolle über Infrastruktur, Regeln und Wertschöpfungsketten.
- Nützlichste, nicht mächtigste KI. Afrika ziele nicht auf das leistungsstärkste Modell, sondern auf KI, die afrikanische Realitäten, Sprachen und ökonomische Prioritäten abbildet.
- Single Digital Market bis 2030. Harmonisierung von Regulierung, Infrastruktur und Datenpolitik über die Mitgliedsstaaten hinweg — getragen vom AfCFTA Digital Trade Protocol und institutionalisiert im neuen Africa AI Council.
- Partnerschaft auf Augenhöhe. Das alte Geber/Empfänger-Denken zwischen Europa und Afrika ist überholt; beide Kontinente teilen dieselben Abhängigkeiten von US- und chinesischer Tech und können nur gemeinsam eigene Standards setzen.
Politische / strategische Einordnung
Koné ist kein Systemkritiker, sondern panafrikanischer Institutionen-Architekt — er baut die zwischenstaatliche Maschinerie (Smart Africa, Africa AI Council, Digital Trade Protocol), die Souveränität operationalisieren soll. Seine Haltung ist pragmatisch-multilateral: Kooperation mit Europa, GIZ, Weltbank und Broadband Commission, aber unter der Bedingung symmetrischer Machtverhältnisse. Digitale Souveränität ist bei ihm weniger Abschottung als Verhandlungsmacht — die Fähigkeit, in einer von USA und China dominierten Ordnung eigene Regeln durchzusetzen.
Verbindungen zu anderen Denkern
(wird von Montaigne befüllt)










