Biographischer Snapshot

Wer spricht?

Lilith Roska arbeitet im Social-Media- und Redaktionsteam der Arolsen Archives — des weltweit größten Archivs zu den Opfern der NS-Verfolgung (Bad Arolsen, Bestand zu rund 17,5 Millionen Menschen, UNESCO-Weltdokumentenerbe). Als Online-Redakteurin erzählt sie die Geschichten NS-Verfolgter für ein junges Publikum auf TikTok, Instagram und Facebook und erklärt, wie digitale Erinnerungskultur gegen Geschichtsrevisionismus im Netz arbeitet.

Biografie

  • Fachgebiet: Digitale Erinnerungskultur, Online-Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit
  • Institution: Arolsen Archives — International Center on Nazi Persecution, Bad Arolsen
  • Rolle: Online-Redakteurin / Public Relations. Teil des zweiköpfigen Social-Media-Teams, das Inhalte für Instagram, TikTok, Facebook und die YouTube-Kanäle des Hauses selbst produziert — von Text über Grafik bis Videoschnitt.

(Zur persönlichen Biografie ist wenig öffentlich dokumentiert — Roska tritt als Fachstimme ihres Hauses auf, nicht als Person des öffentlichen Lebens. Um nichts zu erfinden, bleibt dieser Abschnitt bewusst knapp.)

Öffentliche Arbeit, Kanäle und Engagement

Kernthesen

(aus dem Kontext des re:publica-Talks und der Arbeit der Arolsen Archives)

  • Codierte Zahlen, Memes, Emojis. Rechtsextreme Geschichtsumdeutung tarnt sich auf Social Media in Zahlencodes, Memes und Emojis — eine Sprache, die für Eingeweihte lesbar bleibt und der Plattform-Moderation entgeht.
  • Holocaust-Relativierung auf TikTok. Kurzvideo-Trends und ironische Formate werden gekapert, um NS-Verbrechen zu verharmlosen — genau dort, wo Jugendliche ihr Geschichtsbild formen.
  • Erinnerung konkret machen. Dokumentierte Namen und Einzelschicksale aus dem Archiv sind das Gegenmittel: Geschichtsrevisionismus verliert an Boden, wo Erinnerung belegbar und persönlich wird.
  • Auf Augenhöhe kommunizieren. Junge Menschen erreicht man nicht durch Belehrung, sondern im Format der Plattform, in ihrer Sprache — Erinnerungskultur muss die digitalen Räume selbst betreten.

Verbindungen zu anderen Denkern

  • Gina Wiedemann — ihre Kollegin im Social-Media-Team der Arolsen Archives; gemeinsamer re:publica-26-Talk „Zahlen, Memes, Emojis“.
  • Annika Brockschmidt — verwandte Arbeit an der Entschlüsselung rechter Codes und ihrer Anschlussfähigkeit in der Popkultur.

Cortex-Notes