Wer spricht?

Nicole Bendsen ist Partnership Manager bei Circular Berlin, einer gemeinnützigen Organisation, die Berlins Übergang zur Kreislaufwirtschaft vorantreibt. Sie ist keine Theoretikerin, sondern Praktikerin an der Schnittstelle zwischen Unternehmen, Finanzinstitutionen und Verwaltung. Auf der re:publica 26 stellte sie das Circular Value Program vor — datenbasierte Werkzeuge, die die versteckten Kosten linearer Wirtschaftsmodelle sichtbar machen. Ihr Kerngedanke: Zirkularität ist kein grünes Ideal, sondern die rationalere, krisenfestere Geschäftsentscheidung.

Biografie

Über Nicole Bendsens Werdegang ist öffentlich wenig dokumentiert — ehrlicherweise stützt sich diese Vita auf ihr berufliches Profil und ihren re:publica-Auftritt, nicht auf eine ausgearbeitete Biografie.

  • Beruf: Partnership Manager bei Circular Berlin (Berlin Recycling Network e.V.), einer gemeinnützigen Organisation und einem Netzwerk aus Fachleuten und Organisationen, die den Wandel Berlins zur zirkulären Stadt beschleunigen.
  • Fachgebiet: Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Finanzierungsmodelle, Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Banken und öffentlicher Hand.
  • Rolle: Sie verantwortet Partnerschaften und Zusammenarbeit — die Brücke zwischen der Vision der Kreislaufwirtschaft und den Akteuren, die sie umsetzen müssen (Unternehmen, Finanzinstitutionen, Verwaltung).
  • Öffentliche Sichtbarkeit: Sie tritt für Circular Berlin auf Bühnen wie der re:publica auf und ist im Umfeld der Kreislaufwirtschafts-Community aktiv (u.a. im Kontext der POLYPROBLEM-Reihe zu Verantwortung zwischen Individuum und System).

Öffentliche Arbeit, Kanäle & Engagement

Kanal / ProjektLinkBeschreibung
Circular Berlincircular.berlinGemeinnütziges Netzwerk für die Kreislaufwirtschaft in Berlin — Forschung, Netzwerkaufbau, handlungsorientierte Projekte.
Circular Value Programcircular.berlinVon Bendsen auf der re:publica vorgestelltes Programm: datenbasierte Tools, die versteckte Kosten linearer Modelle sichtbar machen; Arbeit mit Unternehmen und Banken an zirkulären Finanzierungsansätzen.
LinkedIn (Nicole Bendsen)linkedin.comPersönliches Berufsprofil.
Circular Berlin auf LinkedInlinkedin.com/company/circular-berlinOrganisationskanal mit Positionen zu Wohnungsbau, Recycling, Kreislaufwirtschaft.
re:publica 26 — Sprecherprofilre-publica.com/user/26245Offizielles Profil zum Lightning Talk.

(Nicole Bendsen ist Praktikerin ohne klassisches publiziertes Werk — die relevanten Publikationen sind Positionspapiere und Projektarbeit von Circular Berlin, nicht eigene Bücher.)

Empfehlenswerte Videos & Vorträge

  • Zirkulärer Wert statt lineares Risiko: Wirtschaft neu denken — re:publica 26 Lightning Talk (20.05.2026). Bendsen stellt das Circular Value Program vor und argumentiert, dass die lineare Wirtschaft das gemeinsame „Betriebssystem” der aktuellen Krisen ist — und Zirkularität kein moralisches, sondern ein ökonomisch rationales Gegenmodell.

Kernthesen

  • Die lineare Wirtschaft ist das gemeinsame Betriebssystem der Krisen. Klimakrise, Ressourcenknappheit, Lieferketten-Kollaps — sie teilen dieselbe Wurzel: ein Wirtschaftsmodell, das von Verbrauch und Verschleiß lebt („take, make, waste”).
  • „Externalitäten” ist ein verharmlosendes Wort. Was die Ökonomie als externe Effekte auslagert, sind reale Kosten — nur eben von Umwelt, Zukunft und Gesellschaft getragen statt von der Bilanz. Die Sprache versteckt die Rechnung.
  • Bewertungslogik und KPIs belohnen lineares Verhalten. Solange Kennzahlen kurzfristige Effizienz und Wachstum honorieren, wird zirkuläres Wirtschaften systematisch benachteiligt — nicht weil es schlechter ist, sondern weil das Messsystem es nicht sieht.
  • Das eigentliche Risiko liegt im Nicht-Handeln („cost of doing nothing”). Der Preis der linearen Fortsetzung — durch Rohstoffabhängigkeit, Regulierung, Krisenanfälligkeit — wächst, wird aber selten beziffert.
  • Zirkuläre Investition ist Risikominimierung, keine Moral. Der Hebel liegt nicht im Appell, sondern im Nachweis: Zirkularität ist die krisenfestere, rationalere Geschäftsentscheidung — messbar gemacht durch datenbasierte Tools.
  • Collective Impact statt Einzelkämpfertum. Der Wandel gelingt nur im Zusammenspiel von Unternehmen, Finanzinstitutionen und öffentlicher Hand — Circular Berlin arbeitet als Netzwerk, nicht als isolierter Akteur.

Politische / ideologische Einordnung

Bendsens Arbeit ist wirtschaftsnah und pragmatisch, nicht ideologisch: Sie argumentiert bewusst nicht moralisch, sondern über harte Metriken und Risikologik — Kreislaufwirtschaft als betriebswirtschaftliche Vernunft. Ihr Auftritt auf der re:publica wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt; ihre Verortung liegt im Feld der nachhaltigen Transformation und Sustainable Finance.

Verbindungen zu anderen Denkern

(wird von Montaigne befüllt)

Gedankenwelten-Notes