Biographischer Snapshot
Wer ist sie?
Sanya Lehmann (Deutschland, Jugendliche) — Mitglied des MABB Jugendrats seit dessen Gründung 2023, dem ersten Jugendrat einer deutschen Medienaufsichtsbehörde. Bringt die Perspektive junger Nutzerinnen in medienpolitische Debatten ein — nicht als Objekt des Schutzes, sondern als Akteurin.
Ihr Ansatz: Evidenzbasiert statt moralisierend. Sie lehnt pauschale Verbote ab, nicht weil sie die Risiken nicht kennt, sondern weil sie deren Wirkungslosigkeit kennt. Ihre Teilnahme in der Expertenkommission des Bundesbildungsministeriums zeigt, dass diese Stimme gehört wird — wenn auch selten genug.
Biografie
Sanya Lehmann ist Mitglied des MABB Jugendrats (Medienanstalt Berlin-Brandenburg) seit seiner Gründung 2023 — dem ersten Jugendrat einer Landesmedienanstalt in Deutschland. Sie war Teil der Expertenkommission des Bundesbildungsministeriums zum Thema Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Am 18./19. Mai 2026 sprach sie beim Tinkon-Event zur australischen Verbotsgesetzgebung; am 19. Mai 2026 war sie Gast beim re:publica 26-Panel zur Social-Media-Verbots-Frage.
Kernthesen
- Bestehende Regeln zuerst durchsetzen — Plattform-AGBs sehen bereits Mindestalter 13 vor, werden aber nicht enforced. Regulation beginnt damit, nicht mit neuen Verboten.
- Verbote werden umgangen — In Australien nutzen 70% der Jugendlichen trotz gesetzlichem Verbot weiter Social Media. Die Energie, die in Verbote fließt, fehlt für echte Lösungen.
- Die Probleme, nicht das Symptom angehen — Statt Altersschranken: Suchtmechanismen abbauen, Cybergrooming bekämpfen, Altersverifikation durchsetzen.
- Jugendliche auf Augenhöhe einbinden — Nicht von oben herab über Jugendliche entscheiden, sondern mit ihnen — in Kommissionen, auf Panels, in Schulen.
- Social Media hat echten Wert — Informationsraum, Identitätsfindung, soziale Teilhabe, neue Perspektiven. Diese positiven Seiten dürfen in der Panik nicht verschwinden.
Verbindungen zu anderen Denkern
Wird von Montaigne befüllt.












