Gedankenraum
DenkerVita·3. Juni 2026

Kristian Kunow — DenkerVita

Ein Social-Media-Verbot für Kinder hält Kristian Kunow für nicht durchsetzbar; der Vizedirektor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg will die Plattformen für schädliches Design haften lassen.

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Mid-Century Flat-Civic-Illustration — Eine ausbalancierte Waage zwischen hohen Sende- und Plattform-Türmen auf der einen Seite und einem Schutzschild für junge Zuschauer auf der anderen, ein Regelwerk aus Antennen verbindet beide. Der nüchterne Behörden-Grafikstil trägt Kunows Rolle — Medienregulierung, Plattform-Governance und Jugendschutz pragmatisch austariert.

Prompt: Mid-century flat civic editorial illustration, 1200x500 wide banner. A balanced set of scales between tall broadcast and streaming platform towers on one side and a protective shield for young viewers on the other, a framework of rules and antennas linking them; pragmatic media regulation. Deep teal, mustard, brick red, cream, clean geometric shapes. No photorealism, no realistic faces.

Biographischer Snapshot

Wer ist er?

Dr. Kristian Kunow (Deutschland) — Stellvertretender Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), leitet die Abteilungen Förderung & Projekte sowie Beteiligungen. Regulierungspragmatiker an der Schnittstelle zwischen Medienpolitik, Plattformgoverning und Jugendschutz.

Kunow verkörpert die institutionelle Perspektive auf ein strukturelles Problem: Er weiß, was rechtlich und technisch möglich ist — und wo nationale Regulierung an globale Plattformstrukturen stößt. Seine Arbeit im Föderalismus-Konstrukt der deutschen Medienregulierung macht ihn zum Realisten in einer oft idealistischen Debatte.

Biografie

Kristian Kunow war vor seiner jetzigen Rolle in der Gemeinsamen Geschäftsstelle der Medienanstalten (JMGStelle) in Berlin tätig sowie bei der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) in München. Er hat Expertise in föderativer Medienregulierung und Plattform-Governance aufgebaut. Bei der MABB leitet er neben der Förderseite auch die Beteiligungen der Medienanstalt an medienpolitisch relevanten Projekten.

2026 ist er Mitglied der Expertenkommission des Bundes "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" (BMBFSFJ), die konkrete Reformvorschläge zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) erarbeitet.

Bücher & Publikationen

Empfehlenswerte Videos & Vorträge

Kernthesen

  1. Ein Totalverbot ist rechtlich und technisch nicht durchsetzbar — und lenkt von den eigentlichen strukturellen Problemen ab.
  2. Plattformen müssen haftbar gemacht werden für schädliches Design, nicht Eltern oder Nutzer.
  3. Nationale Regulation allein ist unzureichend — echte Wirkung erfordert EU-weite Durchsetzung (DSA, DMA).
  4. Smarte, differenzierte Lösungen statt Alles-oder-Nichts: Teen-Konten, Nacht-Push-Verbote, KI-gestützte Inhaltsmoderation — schnelle, messbare Verbesserungen.
  5. Medienkompetenz ist Langzeit-Investition, keine Alternative zur Regulierung — beide sind nötig.

Verbindungen zu anderen Denkern

Wird von Montaigne befüllt.

Gedankenwelten-Notes

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Im Bestand

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