Quelle: Vortrag von Erwin Thoma (Holzbauunternehmer, Autor, ehemaliger Förster)
Zur Person
Erwin Thoma war mit 20 Jahren der jüngste Förster Österreichs, zuständig für das einsamste Revier des Landes im Karwendelgebirge — wochenlang eingeschneit, kein Strom, kein Telefon. Dort begann seine Beziehung zum Wald. Mit seinem über 80-jährigen Großvater (Zimmermann der alten Schule) gründete er ein Holzbauunternehmen, das heute zu den innovativsten der Welt gehört — ohne synthetischen Leim, ohne Giftstoffe, mit Häusern die sich selbst heizen und kühlen. Fabrik bei Freiburg läuft vollständig auf Solarstrom vom eigenen Dach.
Eröffnung
„Wie gut, du lieber Kirschbaum, dass du an keiner Wirtschaftsuniversität warst.”
1. Bäume sind Luft — der größte Irrtum des Biologieunterrichts
Als Kind kletterte Thoma auf eine große Fichte. Der Biologieprofessor hatte erklärt, Bäume wachsen indem sie Nährstoffe aus dem Boden nehmen. Thoma dachte: Dann müsste neben jedem Baum ein riesiges Loch sein.
„Aus dem Boden kommt an Materie die man dann im Holz wiederfindet: genau 0,5%. Ein halbes Prozent. Und mehr als 99% der Bäume sind Luft und Wasser.”
Bäume sind Wesen, die sich aus der Luft vor unseren Augen materialisieren. Wie Rumpelstilzchen, der aus Stroh Gold spinnen konnte — Bäume machen aus Luft Wälder.
Chlorophyll — das erste grüne Molekül
Vor langer Zeit, als die Erde noch wüst war: In einer kleinen Alge entstand durch Zufall das erste Chlorophyll-Molekül. Es konnte Sonnenlicht so nutzen, dass CO2 aus der Luft gespalten werden konnte — Kohlenstoff als Nahrung, Sauerstoff wird ausgeatmet.
Das Molekül ist eine geometrische Figur wie ein Schneekristall, Kohlenstoff und Wasserstoff im genauen Raster. In der Mitte: Magnesium.
Chlorophyll → Hämoglobin — wir sind Cousins
Nimm das Magnesium aus der Mitte. Ersetze es durch Eisen — so wenig massenrelevant wie ein Salzkorn statt Zuckerkorn auf einem Tisch. Das Molekül färbt sich sofort rot. Es ist jetzt Hämoglobin — der Stoff, der in unserem Blut Sauerstoff transportiert.
Der Baum und mein Körper unterscheiden sich nur darin, dass dieselben Bausteine anders zusammengesetzt sind. Wie Lego: dieselben Steine, einmal ein Männchen, einmal ein Haus, einmal ein Baum.
2. Das Wurzelwerk — Mikroorganismen als Händler
Wurzeln sind keine Bergarbeiter, die im Boden schürfen. Sie können selbst gar nichts aus dem Humus holen.
In einem Teelöffel Walderde leben 10 Millionen Viren und 1 Million Bakterien. Diese Mikroorganismen wissen immer, was der Baum gerade braucht — und liefern es im richtigen Moment an die Wurzelspitze.
„Wie wissen Milliarden Mikroorganismen, dass da oben gerade der Hirsch beim Baum vorbeigegangen ist und ihn verwundet hat — und schicken innerhalb von 10 Minuten Wundheilsubstanz statt Wachstumssubstanz?”
Das Pilznetzwerk — Internet des Waldes
Die Pilze (Mykorrhiza) haben im Waldboden ein unglaubliches Leitungssystem. Entlang dieser Leitungen werden Spurenelemente von Bakterien zur Wurzelspitze transportiert. Und die Pilzleitungen können biochemische Informationsimpulse von Baum zu Baum weitergeben — wie das Internet bei uns.
„Viren ohne Viren gibt es kein Leben. Die Viren sind die größten Freunde der Menschheit. Das sind die, die das Leben erst bilden.”
3. Zucker — die Währung des Waldes
Bei der Fotosynthese bilden die Bäume Zucker (C₆H₁₂O₆). Zucker ist das Gold des Waldes — denn das große Leben ist unter der Erde, und wo kein Sonnenlicht hinkommt, kommt kein Zucker. Alle da unten sind Junkies:
„Die Pilze, die Mikroorganismen — alle, alle, alle brauchen Zucker. Die Wurzel ist so was wie ein Handelsplatz.”
Der Baum tauscht: Zucker gegen Spurenelemente. Ohne Zucker → keine Nährstoffe → kein Wachstum.
Die Anlagestrategie des Baumes
Der Mensch will möglichst viel Geld ansammeln. Der Baum macht das genaue Gegenteil:
„Das schlechteste was du im Leben hast, ist viel Geld bei dir zu behalten. Die Anlagestrategie der Bäume: möglichst viele Freunde finden — nicht möglichst viel Geld haben.”
Der gesündeste und erfolgreichste Baum ist der, der sein Geld am schnellsten zu seinen Freunden bringt. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Baumleben.
4. Das Ziel des Baumes — nicht Wachstum, sondern Dienst
Bäume wissen vom ersten Tag an, was sie auf Erden wollen — und vergessen es nie:
- Erst: Existenz absichern (Kronraum erreichen, Wurzeln ausbilden)
- Dann: Nur noch ein einziges Ziel — die Erde muss ein guter Ort sein
„Der Lebensraum muss so behandelt werden, dass er nach mir möglichst besser ausschaut als vor mir. Das ist das einzige Ziel.”
Die Bilanz eines Baumes lautet nicht: Wie groß ist mein Imperium? Sondern:
- Hast du den Berghang gesichert?
- Hast du sauberes Wasser gemacht?
- Hast du neuen Boden gebildet?
Der Kontrast zur Wirtschaftslehre
An jeder Wirtschaftsuniversität der Welt lernt man das genaue Gegenteil: auf das Gemeinwohl pfeifen, den persönlichen Gewinn maximieren. Eine Handvoll Unternehmen hat mehr Wirtschaftskraft als ganze Länder. Das ist die Folge dieser Logik.
5. Kommunikation — Duftmoleküle statt Schallwellen
Wenn ein Borkenkäfer einen Baum überfällt, reagiert der Wald kollektiv:
„Der Baum lässt eine ganze Wolke von Duftmolekülen los — Angstschweiß. Die anderen riechen das sofort: Borkenkäfer-Überfall bei der Fichte links unten. Stopp! Alle hören auf zu wachsen, alle produzieren Harz.”
Wir Menschen verwenden Schallwellen um uns zu unterhalten. Bäume verwenden Duftmoleküle.
Kollektives Handeln bei Wassermangel
Wenn einem Baum das Wasser ausgeht, verschweigt er es nicht (wie ein Unternehmen vor dem Bankrott, das seine Krise versteckt). Er informiert sofort alle anderen. Die anderen hören auf zu wachsen — obwohl sie noch genug haben. Kollektives Sparen.
„Wenn es gefährlich wird, wird aus dem Individuum ein vollkommen kollektives gemeinsames Handeln.”
Das Wachstum wird über Spaltöffnungen (Millionen winziger Lippen an den Blättern) stufenlos reguliert — gesteuert vom Wasserstand des Baumes.
6. Der Borkenkäfer — ökologisches Gleichgewicht
Der Borkenkäfer allein ist machtlos: Ein einzelner Käfer der in einen gesunden Stamm bohrt, wird mit Harz verklebt und erstickt.
Also lauern die Käfer — und suchen nach dem Schwachen. Wenn ein kranker Baum entdeckt wird, kommt nicht einer, sondern sie rufen alle zusammen.
„Das nennt man ökologisches Gleichgewicht.”
Gegen einen gesunden, kommunizierenden Wald hat der Käfer keine Chance. Schwäche entsteht durch Isolation, Monokultur, Klimastress.
7. Der Kirschbaum — die Kunst der Verschwendung
Der Kirschbaum blüht jedes Jahr mit 10.000 Blüten — obwohl drei oder vier Bäumchen genügen würden. Wirtschaftsuniversitäts-Logik würde sagen: Ressourcenverschwendung. SWOT-Analyse, Risikominimierung, gestaffelte Blüte.
Aber: Was passiert wirklich?
„Es gibt keinen Teilnehmer des ganzen Ökosystems, der von dem Kirschbaum nicht profitiert. Und deshalb gibt es keinen, der nicht drauf achtet, dass es dem Kirschbaum gut geht.”
Die Investition in 10.000 Blüten — Insekten, Vögel, Dachse — ist die Investition in ein Netzwerk des gegenseitigen Schützens.
Der tiefste Satz des Abends
Thoma saß einmal 24 Stunden lang unter einem blühenden Kirschbaum bei Vollmond und beobachtete. Dann musste er an seine sterbende Mutter denken:
„Du kannst Millionen auf dem Konto haben, Versicherungspolizen — es ist wertlos im Vergleich dazu, wenn du nur zwei oder drei Menschen hast, auf die du dich verlassen kannst.”
Der Kirschbaum weiß das. Er fördert das Leben mit seiner Hingabe — und verliert dabei jede Angst.
8. Mondholz — was die Wissenschaft nicht erklären kann
Der Opa (Zimmermann, über 80) sagte: Ernten zur richtigen Zeit. Thoma war skeptisch.
Dann erntete er seine erste Mondholz-Partie im Winter bei abnehmenden Mond — und die daneben liegende Partie bei zunehmendem Mond. Als im Frühjahr der große Borkenkäferflug kam: In der Mondholz-Partie kein einziger Käfer. Im anderen Lager: alle.
„Ich stand oben und dachte: Was war das?”
Wissenschaftlich nicht vollständig erklärt. Aber: reproduzierbar. Das Wissen des Großvaters deckt sich mit den Archivaufzeichnungen des ältesten Holzbaus der Menschheit — einem 1.650 Jahre alten Kloster in Japan. Ein buddhistischer Mönch reiste eigens aus Japan an, um das zu überprüfen.
„Lernen kann man nur, was man tut.” — Der Opa
9. Das Holzhaus — Natur als Ingenieur
Thoma baute die Welt des Holzes konsequent von der Natur her:
Statik
Eine 40-50m hohe Fichte mit 80 km/h Sturm auf die Krone — in weichem Waldboden, mit einem kleinen Wurzelwerk. Kein Statiker auf Erden könnte das replizieren.
Brand
Holz brennt dünn und luftgepumpt. Ein massiver Holzbauteil verkohlt — mit konstant 0,5–0,7 mm/Minute. Das ist berechenbar. Stahlbeton platzt bei 1000°C ab, die Armierung erhitzt sich, das Gebäude bricht zusammen.
Beim japanischen Erdbebenzertifikat (strengste Prüfung der Welt): Beim maximalen Test war nichts kaputt gegangen — Thoma bekam das Zertifikat erst, nachdem er absichtlich Innenlagen schwächte.
Heizen und Kühlen — der Ameisenhaufen
Das Filmarchiv der Republik Österreich: 70.000 historische Nitrofilm-Rollen müssen ganzjährig bei +2°C gelagert werden.
Die Lösung kam vom Beobachten der Ameisen:
- Im Zentrum jedes Ameisenhaufens: Geburtstation bei konstanter Temperatur (Amplitude max. 2°C) — auch bei Wettersturz von +30°C auf Schnee am nächsten Morgen
- Wie? 20cm Holzkonstruktion + Stäbchen und Nudeln = thermische Trägheit + intelligente Belüftung
Das Filmarchiv läuft seit 12–14 Jahren ohne eine einzige Kilowattstunde externer Energie — immer +2°C.
EU-Green Deal
Die Bauwirtschaft verursacht mehr als 40% des globalen Energieverbrauchs und 40% der CO2-Emissionen (ohne den bauwirtschaftlich induzierten Verkehr). Die EU-Agenda: Transformation von Stahl und Beton zu nachwachsenden Rohstoffen. Pflicht: giftfrei und wiederverwertbar.
10. Städte als CO2-Speicher — die größte Chance
„Die Wälder der Erde haben in Milliarden Jahren Milliarden Kubikmeter Holz gebildet. Für jeden Kubikmeter Holz wird der Luft eine Tonne CO2 entnommen. Dieses Holz ist als Kohle, Erdöl, Erdgas eingelagert worden. In 200 Jahren haben wir das mit idiotischer Geschwindigkeit zurückgegeben.”
Die einzige Möglichkeit: Städte aus Holz bauen = Städte als neue CO2-Speicher.
Nur die Bauwirtschaft bewegt so viel Masse, dass es relevant ist. Wenn die Städte aus Holz gebaut werden, wird der gespeicherte Kohlenstoff der Atmosphäre dauerhaft entnommen.
Bedingung: kein Wegwerfbau. Häuser, die 5× so lang halten. Verbindungen, die trennbar sind — keine giftigen Kleber, nur mechanische Dübel. Was am Haus war, wird wieder Haus.
11. Das Zuckerprinzip als Lebensphilosophie
Als Thoma das erste Buch schreiben wollte (mit dem Wissen des Großvaters), riet sein Steuerberater dringend ab: Das ist dein Alleinstellungsmerkmal, das darfst du nicht preisgeben.
„Da ist mir der Baum eingefallen. Was habe ich schon zu verlieren?”
Er veröffentlichte alles. Ergebnis: Japanische Delegation, Buchübersetzung, mehr Häuser in Japan als in Österreich, 100% Vorauszahlung. Und: 150 Partnerbetriebe im deutschsprachigen Raum, die sein Wissen weiterentwickeln und zurückgeben.
„Wir haben mindestens so viel von denen zurückbekommen wie die von uns. Es gibt keine Einbahn. Aber man muss immer trauen, diesen Kreislauf zu öffnen.”
Kein Kompromiss
Thoma hat in seinem ganzen Leben nie einen Tropfen synthetischen Leim in ein Holz gegeben.
„Der Pinsel mit Holzschutzmittel gehört dem Maler — nicht dem Zimmermann.”
12. Die Erde ist kein Ort des Mangels
„Diese Vorstellung, dass die Erde ein Ort des Mangels ist — das ist der größte Wahnsinn.”
Wir haben kein technisches Problem. Wir haben kein Ressourcenproblem. Was wir haben:
- Eine Gesellschaft, in der Angst omnipräsent ist
- Ständig wird von Mangel gesprochen
- Das Leben abseits unserer menschlichen Zivilisation funktioniert genau gegenteilig
„Es geht nicht um Vollkommenheit. Niemand muss die Welt retten. Es geht darum: Was ist das, was ich heute tun kann? Ich gehe heim und schmeiße das stinkende synthetische Kopfpolster aus dem Schlafzimmer. Damit fange ich an.”
Verbindungen in der Gedankenwelt
→ Hans-Peter Dürr — Die neue Physik
Dürr: Es gibt keine Materie — nur Beziehungsstruktur. Thoma zeigt das konkret: 99,5% des Baumes sind Luft und Wasser — die Substanz ist minimal, die Verbindung ist alles. Dürrs abstraktes Physikbild und Thoma’s biologisches Naturbild beschreiben dasselbe.
→ Erich Fromm — Haben oder Sein
Fromm: Das Haben-Denken strebt nach Substanz, nach Besitz, nach Sicherheit durch Akkumulation. Der Baum lebt das reine Sein: Sofort verteilen, nichts halten, Freunde statt Konto. Die Anlagestrategie des Baumes ist das Gegenteil jeder Wirtschaftsuniversität — und genau das macht ihn stark.
→ Hartmut Rosa — Resonanz und Unverfügbarkeit
Rosa: Resonanz entsteht, wenn man sich öffnet — man kann sie nicht erzwingen, nur ermöglichen. Thoma: Er saß 24 Stunden unter dem blühenden Kirschbaum und ließ die Welt auf sich einwirken. Das Wissen, das daraus entstand, kam nicht aus Analyse — es kam aus Hingabe und Stille.
→ Rainer Mausfeld — Warum schweigen die Lämmer
Mausfeld: Macht braucht Fragmentierung und Abhängigkeit. Dürr: Solarenergie ist dezentral — deshalb politisch unbequem. Thoma: Holzbauen ist dezentral, regional, ohne Konzernlogik. Das Zuckerprinzip — Wissen teilen statt schützen — ist das direkte Gegenteil von Machtkonzentration.
→ Andreas Zimpel — Neurodiversität
Zimpels Kritik an Schule als Datenspeicher. Thoma’s Großvater: „Lernen kann man nur, was man tut.” Zimpels Bild-Denker lernen durch Anschauung und Tun — nicht durch Lehrplan. Thoma lernte alles was er weiß durch jahrelanges Alleinsein im Wald, durch Beobachten, durch Scheitern.
→ Manfred Spitzer — KI, Gehirn und Lernen
Spitzer: „Wenn ein Kind 10 Stunden am Tag am Tablet sitzt…” Thoma: „Unsere Kinder statt in Betonkindergärten in Weidausschicken.” Beide sagen: Der Körper, die echte Natur, das haptische Erleben — das ist die Bedingung für gesundes Wachstum. Digitale Distanz und Beton sind zwei Seiten derselben Entfremdung.
Weiterführend
- Thoma: Die Geheimsprache der Bäume — das erste Buch, mit dem alles begann
- Thoma: Die grüne Medizin des Waldes — Heilwirkungen des Waldes
- Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume — ähnliches Thema, breitere Resonanz
- Suzanne Simard: Finding the Mother Tree — wissenschaftliche Grundlagen der Waldkommunikation
- Thoma-Holz100: Bausystem, Fabrik bei Freiburg — thoma.at
- Annette Kehnel — Vom Mittelalter für die Zukunft lernen — Kehnels mittelalterliche Commons-Wirtschaft und der Bodensee als gelebtes Zuckerprinzip: Ressource teilen ohne zu zerstören; Langfristigkeit als Grundprinzip
- ARTE Mit offenen Karten — Die Sojabohne als geopolitische Waffe — GMO-Sojamonokultur mit Amazonas-Abholzung ist das industrielle Negativ-Beispiel zu Thomas Naturstrategien: Monokultur verstößt gegen jedes Prinzip der Resilienz.
- ARTE — Woher bekommen wir saubere Energie? (Gute Nachrichten vom Planeten) — Der Energiegarten Grensfeen ist praktische Umsetzung von Thoma-Prinzipien: Schafe zwischen Solarpanelen, 34 heimische Pflanzenarten, Synergie statt Monokultur — Energie produzieren und Natur fördern
- Good News - Positive Nachrichten März 2026 — Amazonian bees als erste Insekten mit Rechten: die politisch-juridische Konsequenz, Natur nicht als Ressource sondern als Akteur zu behandeln — Thoma-Denken im Gesetzgebungsprozess
- Breaking Lab — CO2-Geothermie und Factor 2 Energy — Der Thermosyphon-Effekt als Naturprinzip: CPG-Geothermie nutzt den natürlichen Dichteunterschied von CO₂ statt gegen physikalische Kräfte zu pumpen — Mit-Natur-Denken in konkreter Ingenieursanwendung
- Good News - Gute Nachrichten April 2026 — Eisbären in Svalbard: trotz Eisschwund schwerer und gesünder ab 2000 durch Ernährungsanpassung — ein Lehrbuchbeispiel für Thomas These, dass Natur Redundanz und Lernfähigkeit besitzt, die lineare Katastrophenprognosen systematisch unterschätzen.
- Good News - Gute Nachrichten April 2026 Teil 2 — Floreana-Riesenschildkröte (180 Jahre „ausgestorben”) und das patagonische Tiefsee-Korallenriff (28 neue Arten) illustrieren Thomas Kernthese radikal: Natur hat Redundanzen und Refugien, die unsere linearen Modelle systematisch unterschätzen — was wir als ausgestorben oder leer kartieren, ist oft nur unsichtbar.












