Quelle: Ministerin gegen Marktwirtschaft? Reiche schränkt Wettbewerb ein
Wer spricht?
Michael Sterner (1974) — Professor für Energiespeicher und Energiesysteme an der OTH Regensburg. Mitentwickler des Power-to-Gas-Konzepts, Mitglied des Bayerischen Energiebeirats. Autor zweier Standardwerke zu Energiespeichern bei Springer. Ist persönlich mit Katharina Reiche aneinandergeraten, als sie Texte von ihm strich — erst die Androhung von Öffentlichkeit und Klage stellte seine wissenschaftliche Freiheit wieder her.
Das Mantra der Systemkosten — und was es verbirgt
▶ 3:47 — Katharina Reiches Standardargument lautet: Wir müssen die Systemkosten im Blick behalten — Redispatch, Netzausbau, Speicher. Sterner nimmt sie beim Wort und präsentiert eine wissenschaftliche Studie, die genau das untersucht hat. Das Ergebnis widerlegt Reiches eigene Schlussfolgerung: Selbst wenn man Netz- und Speicherkosten anteilig auf Wind und Solar draufrechnet, kostet der Strom immer noch halb so viel wie bei neuen Gaskraftwerken.
„Selbst wenn du Netze und Speicher anteilig bei Wind und Solar drauf rechnest, kostet der Strom immer noch halb so viel wie wenn du neue Gaskraftwerke installierst.” — ▶ 4:33
Der Redispatch, den Reiche als Skandal der Erneuerbaren inszeniert, kostet weniger als eine Milliarde Euro — während Deutschland für 80 Milliarden Euro fossile Energie importiert. Die Verhältnismäßigkeit, die in der öffentlichen Debatte systematisch unterschlagen wird, ist erdrückend. Sterner fasst es in eine einfache Frage: „Wo ist jetzt die Abhängigkeit? Finde den Fehler.”
Eigene Einschätzung
Reiches Systemkosten-Argument ist ein klassischer Fall von selektiver Bilanzierung: Die Nebenkosten der Erneuerbaren werden akribisch aufgelistet, die versteckten Kosten der fossilen Abhängigkeit — Importabhängigkeit, Preisvolatilität, militärische Absicherung — fallen unter den Tisch. Sterner entlarvt das nicht durch Rhetorik, sondern durch die Zahlen, die Reiches eigenes Ministerium liefert.
Die Wirtschaft rebelliert — Vernichtende Presseberichte
▶ 1:32 — Das Manager Magazin — „nicht wirklich bekannt als ökologisches Blatt”, wie Sterner trocken anmerkt — hat ein vernichtendes Zeugnis über Reiche veröffentlicht. Nicht Umweltschützer klagen, sondern die Chefs der großen Energieversorger selbst.
Vattenfall-Deutschlandchef Zorfski warnt: „Weniger Energiewende würde zu höheren Kosten führen.” Er befürchtet, dass der Kapitalfluss stoppt und Europas Wettbewerbsfähigkeit langfristig leidet. EnBW-Chef Stamatelopoulos — ausgerechnet jener Konzern, der laut Spiegel vom Ministerium um Anti-Batterie-Argumente gebeten wurde — sagt, in der Industrie herrsche „große Verunsicherung” und viele fragten sich, ob sie überhaupt noch dekarbonisieren wollen. RWE-Chef Krebber nennt Reiches Vorschläge schlicht „absurd”.
Windkraftprojektierer Levsen bringt die Konsequenz auf den Punkt: Auf seinem Tisch stapeln sich die Bewerbungen, aber neue Mitarbeiter brauche er vorerst nicht — er rechne mit deutlich weniger Projekten in den nächsten Jahren.
„Reiche sei dabei, den Boost der Energiewende, den Herr Habeck gezündet hat, politisch abzuwürgen.” — ▶ 3:02
Die Kaskade ist klar: Weniger Erneuerbare → weniger Überschüsse → weniger grüner Wasserstoff → weniger grüner Stahl → die gesamte Industrietransformation stockt.
StromVKG: Die 10-Stunden-Falle
▶ 6:06 — Das Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) — Sterner kürzt den bürokratischen Titel nüchtern zu „Kraftwerks- oder Kapazitätengesetz” — enthält drei Textstellen, die Batteriespeicher systematisch vom Wettbewerb ausschließen. Die erste ist ein neues 10-Stunden-Kriterium für Langzeitkapazitätsausschreibungen: Anlagen müssen ohne Unterbrechung mindestens 10 aufeinanderliegende Stunden Strom liefern — grundsätzlich sinnvoll.
Das Gift steckt im Detail: Nach Lieferung der 10 Stunden hat die Anlage nur eine Stunde Zeit zur Wiederbefüllung, dann müssen die nächsten 10 Stunden folgen. Gaskraftwerke schaffen das — solange Gasspeicher gefüllt sind. Batteriespeicher müssten ihre Leistung krass überdimensionieren, um in einer Stunde das reinzuholen, was sie in zehn Stunden abgegeben haben. Oder die abrufbare Leistung wird drastisch kleiner.
Sterner verweist auf die Vorgeschichte: Es heißt, das Ministerium habe bei RWE und EnBW nach Kriterien gefragt, wie man Batterien verhindern könne. Die 10+1-Regel war das Ergebnis.
„Das ist ein klarer Bremsklotz, ein Verhinderungskriterium für Technologieoffenheit gegen den Grundsatz der CDU und CSU. Warum machen wir das? Das braucht’s technisch nicht.” — ▶ 8:24
Eigene Einschätzung
Die Parallele zur bayerischen 10H-Abstandsregel, die über ein Jahrzehnt die Windkraft im Freistaat verhinderte, ist kein Zufall — es ist dasselbe Prinzip: eine scheinbar technische Anforderung, die in Wahrheit eine politische Marktbarriere ist. Söder selbst hat inzwischen umgeschwenkt und postet Windpark-Eröffnungen. Wie lange braucht Reiche für dieselbe Einsicht?
CO2-Batterie: Ein geschlossener Kreislauf
▶ 9:11 — Sterner stellt zwei Technologien vor, die bei echtem technologieoffenem Wettbewerb am StromVKG teilnehmen könnten. Die erste: eine CO2-Batterie des italienischen Unternehmens Energy Dome. Das Prinzip ist bestechend einfach — es funktioniert wie ein Druckluftspeicher, nur mit CO2 statt Luft. Über die Verflüssigung von CO2 wird Energie gespeichert, über die Verdampfung wieder freigesetzt. Die Wärme wird rekuperiert, es entsteht ein geschlossener Kreislauf zwischen flüssigem und gasförmigem CO2.
Die Anlage läuft bereits kommerziell in Italien und wird auf 20 MW / 200 MWh erweitert — Rechenzentrumscharakter, sagt Sterner. Sie kommt auch an KI-Zentren in Texas. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 70 %, die Technik nutzt Standard-Industriekomponenten. Und entscheidend: Sie kann 10 Stunden ein- und ausspeichern — erfüllt also das StromVKG-Kriterium, wenn man sie denn antreten ließe.
Eigene Einschätzung
Energy Dome ist ein perfektes Beispiel für das, was Sterner seit Jahren predigt: Die Lösungen existieren, sie werden nur nicht zugelassen. Eine Technologie, die mit Standardkomponenten arbeitet, kommerziell erprobt ist und 10 Stunden liefern kann — und trotzdem durch Resilienz- und Wiederbefüllungsanforderungen aus dem StromVKG herausfällt. Das ist keine Marktlücke, das ist Marktverhinderung.
Eisen-Luft-Speicher: 100 Stunden mit Rost
▶ 10:41 — Die zweite Technologie: Eisen-Luft-Speicher. Das technische Prinzip ist „Rosten und Entrosten von Eisen” — Redox-Prozesse mit den einfachsten Materialien: Eisen, Wasser, Luft. Der technologische Reifegrad liegt bei 7–8 (noch nicht ganz so weit wie die CO2-Batterie), der Wirkungsgrad bei 30–40 % (vergleichbar mit Power-to-Gas), dafür braucht die Technologie mehr Fläche.
Der entscheidende Vorteil: Das System ist auf 100 Stunden ausgelegt. Keine Lithium-Knappheit, keine Seltenen Erden, einfaches Recycling. Und die Materialien sind günstig genug, um als Mittel- bis Langfristspeicher direkt mit Gaskraft zu konkurrieren.
„Hier seht ihr an den zwei Beispielen, hier gibt’s wirklich Lösungen, die zum Zuge kommen könnten, wenn dieses Gesetz einfach nur technologieneutral wäre.” — ▶ 11:27
Sterner stellt die ökonomische Frage: Warum sollen wir 15 Jahre lang 2–3 Cent pro Kilowattstunde für fossile Gaskraft ausgeben, die den Strompreis erhöht und die Industrie ins Ausland treibt? Die Antwort liegt nicht in der Technologie — die ist da. Sie liegt in der Politik.
Resilienz als Ausschlusskriterium
▶ 11:27 — Paragraph 15 des StromVKG verlangt, dass mindestens 50 % der wesentlichen Bestandteile einer Anlage aus dem europäischen Wirtschaftsraum stammen. An der Oberfläche klingt das nach vernünftiger Industriepolitik: deutschen Maschinenbau stärken, Siemens und MAN freuen sich. Aber Batteriezellen kommen aus China — die europäische Zellfertigung wurde verschlafen oder ist nicht wettbewerbsfähig. Es ist ein weiteres Verhinderungskriterium gegen Speicher.
Sterner bohrt tiefer: Wenn es wirklich um Resilienz geht — warum gilt die 50-%-Regel nur für Anlagenkomponenten und nicht für den Brennstoff? Woher kommt das Gas? Aus Norwegen etwas, aber viel über LNG aus den USA. Was ist daran resilient? Ein Gaskraftwerk ohne Gas ist genauso nutzlos wie ein Batteriespeicher ohne Zellen — nur dass die Batterie wenigstens keine dauerhafte Importabhängigkeit schafft.
Wasserstoff-Ready: Versprechen ohne Beweis
▶ 12:58 — Paragraph 17 verlangt, dass die neuen Gaskraftwerke „wasserstoff-ready” sein müssen — ab 2040 oder 2043 sollen sie grün werden. Sterner, der als Ingenieur Power-to-Gas mitentwickelt hat, ist skeptisch: Es gibt kein einziges Gaskraftwerk, das jemals im normalen Maßstab mehrere Tage mit Wasserstoff gelaufen ist. Die Brenneigenschaften sind anders, die Materialversprödung ist ein reales Problem, die Flammengeschwindigkeiten unterscheiden sich fundamental.
„Es heißt zwar immer Wasserstoff-ready geht, aber zeigt es mir.” — ▶ 12:58
Vom Prüfstand zur Praxis klafft eine Lücke, die nicht mit politischen Absichtserklärungen gefüllt wird. Und der Plan der Ministerin, auf blauen (fossil basierten) Wasserstoff zu setzen, konterkariert die gesamte Klimarhetorik. Genau deshalb titelt das Manager Magazin: „Die Fossile.”
ACER und DIHK: Vernichtende Urteile
▶ 14:30 — Die europäische Energieregulierungsbehörde ACER hat die Studie, auf der das StromVKG basiert — den sogenannten ERAA-Bericht — als „intransparent und inkonsistent” bewertet. Gaskraftwerke wurden schlecht gerechnet, dann herausgenommen, um zu legitimieren, dass sie subventioniert werden müssen. Annahmen zu Lastmanagement und Batteriespeichern seien fehlerhaft, „Last-Minute-Changes” seien eingeflossen, und die angenommene Flexibilität sei „völlig verkehrt”. ACERs Fazit: Der Bericht verliert „seine Nutzbarkeit und seine Referenz für politische Entscheidungen” — er ist nicht brauchbar.
▶ 16:01 — Die DIHK, Dachverband der deutschen Industrie- und Handelskammern, kritisiert die „fehlende Transparenz und Folgenabschätzung”. Im Gesetzentwurf fehlt jegliche Angabe zur Höhe der geplanten Umlage. Schätzungen auf Basis von US-Zahlen liegen bei rund 3 Cent pro Kilowattstunde — eine massive Belastung für die Wirtschaft.
Eigene Einschätzung
ACER und DIHK — europäischer Regulierer und deutscher Industrieverband — kommen unabhängig zum selben Schluss: Die empirische Grundlage des StromVKG ist nicht tragfähig, und die wirtschaftlichen Folgen nicht abschätzbar. Wenn eine Ministerin ein 15-Jahres-Gesetz auf eine Studie stützt, die ihr eigener europäischer Regulierer als „nicht brauchbar” bezeichnet, dann ist das nicht nur handwerklich schlecht — es ist fahrlässig.
Fazit: An den Taten werdet ihr sie erkennen
▶ 18:18 — Sterners Schlusswort ist biblisch: „An den Taten, werdet ihr sie erkennen.” Reiche predigt technologieoffenen Wettbewerb und Kostensenkungen — ihr Gesetzentwurf liefert das exakte Gegenteil. Das StromVKG schließt Batteriespeicher durch die 10-Stunden-Falle aus, benachteiligt sie durch die Resilienz-Klausel, und subventioniert eine Technologie (Gaskraft), die ohne Förderung nicht überlebensfähig wäre — für 15 Jahre.
Die Gasumlage wurde abgeschafft (Fossile günstiger), das StromVKG macht Strom teurer (Elektrifizierung gebremst). Die Treibhausgasquote wurde angehoben (positiv), aber der Gesamteffekt bleibt: fossile Affinität systematisch in Gesetze gegossen.
„Warum sollen wir jetzt für 15 Jahre 2 bis 3 Cent für fossile Gaskraft ausgeben pro Kilowattstunde, die unseren Strompreis teurer macht, die Industrie ins Ausland treibt? Was ist das für Wirtschaftspolitik?” — ▶ 11:27
Zusammen mit der ersten Sterner-Analyse ergibt sich ein Gesamtbild: Die verschwiegene Studie lieferte die Bestandsaufnahme — das StromVKG ist die legislative Umsetzung derselben Blockade-Logik. Studien verstecken, Batterien aussperren, fossile Pfade zementieren.
Faktencheck
Bestätigt — CO2-Batterie kommerziell verfügbar
Energy Dome (Italien) liefert tatsächlich 8–24 Stunden Speicher mit 70 %+ Wirkungsgrad. Die Technologie nutzt Standard-Industriekomponenten, ist modular und kommerziell deployed. Die Angabe „20 MW / 200 MWh” und „kommt an KI-Zentren in Texas” wird durch die Unternehmenswebsite bestätigt. Quelle: Energy Dome
Bestätigt — Eisen-Luft-Speicher mit 100 Stunden Speicherdauer
Ore Energy bestätigt: Eisen-Luft-Batterien nutzen Eisen, Wasser und Luft, speichern über 100 Stunden, und basieren auf dem Rosten/Entrosten-Prinzip. Modulares Design, skalierbar von MWh bis GWh. Quelle: Ore Energy
Bestätigt — ACER kritisiert ERAA-Bericht als unzureichend
ACER identifiziert „persistent methodological gaps and last-minute changes” und warnt: „Without these improvements, the ERAA risks losing its usefulness as a reference for policy decisions.” Besonders kritisiert werden Modellinkonsistenzen, die „systematisch Versorgungsbedenken übertreiben” und „zu unnötigen oder kostspieligen Marktinterventionen führen” können. Quelle: ACER Decision 06-2026
Bestätigt — DIHK kritisiert StromVKG-Pläne scharf
Die DIHK-Studie (zusammen mit bne, EEX, VEA) geht sogar weiter als Sterner darstellt: Die Gaskraftwerksförderung sei „nicht EU-konform”, die Kostenannahmen für Gasturbinen seien „teils nur halb so hoch wie in realen Auktionen”. bne-Chef Robert Busch: „Mit Marktwirtschaft hat das jedenfalls nichts zu tun.” Quelle: DIHK-Stellungnahme
Vereinfacht — Ministerium hat Anti-Batterie-Argumente bei Energiekonzernen angefordert
Sterner formuliert vorsichtig: „So heißt es zumindest. Ist eine Vermutung, gibt’s auch Berichte dazu.” Der Spiegel-Bericht über ministerielle Lobbypapier-Anfragen existiert (siehe Staiy — News Reiche EXPOSED, Kerosinmangel und Haushaltskuerzungen (16.04.2026)), aber die genauen Umstände sind nicht unabhängig verifiziert.
Bestätigt — Systemkosten Erneuerbare günstiger als Gaskraft
Die DUH-Studie „Systemkostenvergleich Erdgas – PV – Wind an Land” bestätigt Sterners Aussage: Selbst inklusive Netz- und Speicherkosten sind Erneuerbare günstiger als neue Gaskraftwerke. Quelle: DUH-Studie (PDF)
Weiterführende Quellen
Aus der Video-Beschreibung:
- Manager Magazin: Wie Reiches Politik der Wirtschaft schadet — Industriebosse kritisieren Reiche offen
- DUH-Studie: Systemkostenvergleich Erdgas vs. PV vs. Wind (PDF) — Erneuerbare mit Netzen + Speicher halb so teuer wie Gaskraft
- Entwurf StromVKG (BMWK) — Volltext des Gesetzentwurfs
- Energy Dome — CO2-Batterie — Kommerzieller CO2-Langzeitspeicher aus Italien
- Ore Energy — Eisen-Luft-Speicher — 100-Stunden-Speicher mit Eisen, Wasser, Luft
- ACER-Studie: Kritik am ERAA-Bericht — „Intransparent und inkonsistent”
- DIHK-Stellungnahme zum StromVKG — Fehlende Folgenabschätzung
- EEX-Studie: Kapazitätsmechanismen (PDF) — Alternative Marktmodelle
Verbindungen
→ Michael Sterner — Energiewende ist gelebter Patriotismus
Derselbe „Technologieoffenheit = Auswahl“-Vorwurf, hier auf das Kraftwerksgesetz gemünzt und in einen Sicherheits- und Patriotismus-Rahmen gestellt.
→ Michael Sterner — Energiewende-Studie und Reiche-Blockade
Direkter Vorgänger — Teil 1 der Sterner-Analyse. Die erste Note liefert die Bestandsaufnahme: verschwiegene BMWK-Studie, vier Gesetze, vier Blockaden. Diese Note liefert die juristische Tiefe: drei konkrete Paragraphen des StromVKG, die Batterien aussperren, plus zwei Technologie-Alternativen (CO2-Batterie, Eisen-Luft), die bei echtem Wettbewerb konkurrieren könnten.
→ Presseclub — Reiches Energiewende
Der Presseclub diskutierte dieselbe Widersprüchlichkeit von „Technologieoffenheit” aus journalistischer Perspektive. Sterner liefert jetzt den konkreten Gesetzestext — drei Paragraphen, die den Widerspruch belegen. Florian Güßgens Metapher der „Fressfeinde der Gaskraftwerke” wird hier durch die 10+1-Stunden-Regel und die Resilienz-Klausel konkretisiert.
→ Felix Goldbach (MoneyForFuture) — Batteriespeicher und die ignorierte Lösung der Energiewende
Goldbach liefert die Marktzahlen (50 % p.a. Wachstum, Lithium-Preisverfall), Sterner die politischen Hürden (StromVKG) und die technologischen Alternativen (CO2-Batterie, Eisen-Luft). Zusammen ergibt sich das vollständige Bild: Die Speichertechnologie ist marktreif und wirtschaftlich — sie wird nur politisch ausgebremst.
→ MONITOR — Energiewende rückwärts? Katharina Reiche und der E.ON-Lobbyismus
MONITOR dokumentiert den Drehtür-Mechanismus (E.ON-Vorstand → Ministerin), Sterner die legislative Konsequenz: drei Paragraphen im StromVKG, die genau die Technologien ausschließen, die E.ONs Konkurrenten stärken würden. Derselbe Interessenkonflikt, aber jetzt in Gesetzesform gegossen.
→ Staiy — News Reiche EXPOSED, Kerosinmangel und Haushaltskuerzungen (16.04.2026)
Der Spiegel-Befund über ministerielle Anti-Batterie-Lobbypapiere findet hier seine juristische Entsprechung: Die 10+1-Stunden-Regel und die Resilienz-Klausel sind exakt die Instrumente, die laut Spiegel auf Anregung von Energiekonzernen entstanden. Sterner liefert die technische Analyse, Staiy die investigative Enthüllung.












