Quelle: Bildung NEU DENKEN mit Hartwin Maas Host: Maja Göpel (Mission Wertvoll / NEU DENKEN Podcast)

Format unterstützen

NEU DENKEN mit Maja Göpel ist spendenfinanziert — konstruktiver Diskurs statt Aufregungsspirale. Unterstützenswert: neudenken-podcast.de

Wer spricht?

Hartwin Maas — Zukunftsforscher und Co-Gründer des Instituts für Generationenforschung (Augsburg, 2017).

Maas studierte Wirtschaftsingenieurwesen und International Business (Masterstipendium Niederlande, MBA Malaysia) und arbeitete über 20 Jahre in strategischer Zukunftsgestaltung. Gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Rüdiger Maas (Psychologe) entwickelte er die Methode Generation Thinking®, die Soziologie, Psychologie und Technologiebeobachtung verbindet. Maas forscht konkret: 22.000 Kinder und über 1.000 Pädagogen in der Generation-Alpha-Studie, Jugendtrendstudien Schweiz und Ostdeutschland. Sein Ansatz: nicht Generationen beschreiben, sondern verstehen warum sie anders denken — und was das für Bildung bedeutet.

Kernkonzepte: Generation Thinking® · Cognitive Offloading · Erlernte Hilflosigkeit · Epistemische Resilienz · Zukunftskompetenzen


Inhalt

Digital Intuitiv ≠ Digital Kompetent

▶ 9:19

Maas dekonstruiert einen der zählebigsten Mythen über junge Menschen: dass sie “digital natives” und damit automatisch technisch kompetent seien. Seine Unterscheidung ist präziser: Jüngere sind digital intuitiv — sie können Interfaces bedienen, weil diese inzwischen so ausgereift und intuitiv gestaltet sind. Wischen und liken erfordert keine technische Kompetenz. Internationale Studien zeigen: Die Digitalkompetenz ist bei Älteren höher als bei Jüngeren.

„Zu wischen, zu liken heißt nicht, dass ich die Technikhintergründe kenne. Wir würden sogar das Gegenteil eher behaupten.”

Was fehlt, ist Digital Literacy — das kritische Hinterfragen: Wie ist eine Plattform aufgebaut? Welche Addictive Design-Elemente stecken dahinter? Wie detektiere ich Fake News? Wie läuft ein Algorithmus?

Maas bringt das Fernbedienungsbeispiel: Als wir als Jugendliche viel ferngesehen haben, hat auch niemand gesagt, wir wären technisch versiert, weil wir die Fernbedienung gut bedienen konnten. Das Smartphone ist die Fernbedienung der heutigen Generation.

Eigene Einschätzung

Diese Unterscheidung trifft etwas Wichtiges: Kompetenz und Benutzbarkeit werden systematisch verwechselt. Das gleiche gilt für KI-Tools — dass man ein Prompt eintippen kann, macht niemanden zum KI-Experten. Es ist sogar eine Art Dunning-Kruger-Falle: Je intuitiver ein Tool wird, desto weniger versteht man, was hinter ihm steckt. Borgmanns Device Paradigm (das Maas’ Interviewerin Maja Göpel einführt) trifft das präzise: Das Gerät verbirgt den Prozess, der es erzeugt.


Kognitives Outsourcing & Halbbildung (Adorno)

▶ 20:43

70% der Schülerinnen und Schüler nutzen KI für Hausaufgaben. An Universitäten ist der einstellige Prozentbereich derer, die noch nie KI verwendet haben. Professoren berichten von “kenntnisfrei verfassten Abschlussarbeiten” als neuer Norm.

Das fatale ist, was Maas Cognitive Offloading nennt: das Auslagern kognitiver Prozesse an die KI. Das verhindert Synapsenbildung. Das Gehirn baut nur Strukturen auf, wenn es sich anstrengt — ein Taschenrechner hilft nur dem, der schon rechnen kann:

„Das fatale ist, dass wir das Kognitive outsourcen an die KI und das sollten wir tunlichst vermeiden.”

Maas verbindet das mit Adornos Begriff der Halbbildung: Halberfahrenes oder halb Verstandenes ist nicht die Vorstufe von Bildung, sondern ihr Todfeind. Kurzvideos erzeugen genau das — ein Gefühl von Wissen ohne wirkliches Verstehen.

Die Schere geht auseinander: KI als Werkzeug hilft denen, die schon können. Wer die Grundlagen nicht hat, wird durch KI nicht besser — er lernt nur, das Defizit zu verbergen.

Eigene Einschätzung

Der Adorno-Verweis ist philosophisch präzise und mutig. Halbbildung ist nicht einfach weniger Wissen — sie ist gefährlicher als Unwissenheit, weil sie das Reflexionsvermögen blockiert. Man meint etwas verstanden zu haben. Das ist das Muster der Informationsblase: Nicht Desinformation, sondern das Vortäuschen von Urteilskompetenz. Die Parallele zur KI ist erschreckend direkt: ChatGPT liefert immer eine zuversichtlich formulierte Antwort — ganz unabhängig davon, ob sie stimmt. Die Form ist die der Kompetenz; der Inhalt kann Halbbildung sein.


Erlernte Hilflosigkeit — das Seligman-Experiment

▶ 35:14

Maas erklärt das Konzept der erlernten Hilflosigkeit (Martin Seligman, 1960er) an einem bekannten Experiment: Hunde in Käfigen mit Stromschlägen. Gruppe 1 wurde trainiert, einen Knopf zu drücken, um den Strom abzuschalten. Gruppe 2 wurde nicht trainiert. Als der Käfig geöffnet wurde und Strom angemacht: Die trainierten Hunde sprangen heraus. Die nicht trainierten blieben in der Ecke — obwohl die Öffnung sichtbar war.

„So ticken auch wir, wenn wir keine Lösung finden, keine Möglichkeiten sehen, dann versuchen wir den Schmerz auszuhalten.”

Maas sieht dieses Muster heute weit verbreitet bei Kindern: Helikoptereltern räumen Konflikte aus dem Weg. In Deutschland werden 20% der Kinder zur Schule gefahren (in manchen Regionen 80%). Eltern-WhatsApp-Gruppen lösen Hausaufgabenprobleme stellvertretend. Das Resultat: Kinder lernen nicht, dass sie selbst den Rahmen mitgestalten können.

Wenn dann echter Konflikt auftritt — Liebeskummer, Scheitern, Ablehnung — bricht es zusammen, weil das Trainingsset fehlt.

Eigene Einschätzung

Was hier beschrieben wird, hat einen tieferen anthropologischen Kern: Menschen brauchen das Erleben von Wirksamkeit, um Verantwortung zu übernehmen. Maas’ Punkt, dass viele Jobs heute kein sichtbares Ergebnis mehr liefern, vertieft das: Ohne spürbares Feedback zwischen Handlung und Konsequenz bleibt Verantwortlichkeit abstrakt. Handwerk, das Maas und Maja Göpel gegen Ende besprechen, ist in diesem Licht kein Rückschritt, sondern ein körperlicher Reset — Embodiment als Kompetenzgrundlage.


Zukunftskompetenzen: Was die Forschung zeigt

▶ 27:35

Aus Metastudien zu Future Skills destilliert Maas vier Schlüsselkompetenzen für die Arbeitswelt der Zukunft:

  1. Kritisches Denken — Hinterfragen, Quellenexegese, eigene Schlussfolgerungen ziehen
  2. Adaptionsfähigkeit — Schnelles Anpassen, das nur mit Erfahrungsgrundlage funktioniert
  3. Kommunikation — Bereichsübergreifend, in diversen Teams, zunehmend cross-funktional
  4. Projektmanagement & Führung — Paralleles Arbeiten, Koordination, nimmt in fast allen Berufen zu

Maas’ Paradox: Gerade diese Kompetenzen nehmen bei jungen Menschen messbar ab. Die Generation Alpha zeigt stärkere Ängste (2009 bis 2025 stark gestiegen), mehr Entscheidungsangst, höhere Hilflosigkeit — obwohl materiell noch nie so viel möglich war.

Das “angenehme Arbeitsklima” ist ein Lehrbeispiel für Inkommensurabilität zwischen Generationen: Ältere meinen damit Kollegialität und Pünktlichkeit. Jüngere meinen: auf Augenhöhe behandelt werden, in Entscheidungen einbezogen sein. Beide wollen “angenehmes Arbeitsklima” — reden aber aneinander vorbei.


Social Media-Falle: Algorithmus, Mainstream & Empathieverlust

▶ 51:08

4–6 Stunden täglich in sozialen Kanälen. TikTok: 90 Minuten pro Tag allein. Eine Sekunde Verweildauer reicht TikTok für 600 Datenpunkte. In der Jugendtrendstudie Schweiz: Wer 8 Stunden (vs. 5 Stunden) auf Social Media ist, hat ein 50% reduziertes Wohlbefinden.

Maas analysiert den Algorithmus-Effekt: Social Media belohnt Polarisierung, nicht Nuancierung. Mehrdeutigkeit funktioniert algorithmisch nicht — entweder dafür oder dagegen. Wer außerhalb des Mainstreams argumentiert, verliert Follower.

Paradox: 70–80% der Befragten unter 18 wollen ein Verbot von Social Media für Minderjährige. Viele sagen “Ich wünschte, TikTok wäre nie erfunden worden.”

„Helft uns doch Schutzräume zu gestalten.”

Die Forderung nach Verboten kommt nicht aus Unwissenheit, sondern aus struktureller Aufgeklärtheit: Sie wissen, dass sie individuell überfordert sein werden. Das ist, so Maas, eigentlich sehr klug — und wird von Erwachsenen nicht ernst genommen.


Epistemische Resilienz & Philosophie mit Kindern

▶ 48:05

Gegen den Informationshydranten (Mitch Kapor: “Information aus dem Internet bekommen ist, als würde ich ein Glas Wasser von einem Hydranten nehmen wollen”) braucht es epistemische Resilienz: die Fähigkeit, mit Informationsflut und KI-Outputs kritisch umzugehen, die eigenen Urteilswege zu kennen und Ambiguität auszuhalten.

Maas empfiehlt Philosophie mit Kindern — bereits ab Kindergartenalter. Das Konzept fördert:

  • Demokratiebewusstsein
  • Konfliktfähigkeit
  • Ambivalenztoleranz
  • Kritische Argumentation
  • Metakognition: “Wie komme ich zu meinem Urteil?”

Deutschland ist bei diesem Konzept weit zurück. Kolumbien, Japan, USA sind weiter. In einer Kita in Augsburg wollten Eltern lieber Tablets — genau die Eltern, die auch gegen Handy-Verbote sind.


Bildungsstruktur: Selektion, Chancengerechtigkeit & Systemreform

▶ 71:39

Die PISA-Überflieger wie Estland teilen Kinder erst nach der 6. Klasse auf. Deutschland: ab der 4. Klasse. Bei jedem Schulübertritt sinkt die Motivation massiv. Maas’ Forderung: den Cut auf die 6. Klasse verschieben — eine Forderung, die laut Bildungsbarometer die Mehrheit der Eltern teilen würde.

Die Haupthindernisse für Systemreform:

  • Föderalismus: 16 Bundesländer, 16 Lehrpläne, Noteninflation durch fehlende Vergleichbarkeit
  • Reaktivpolitik: Statt struktureller Reform werden immer Einzelmaßnahmen beschlossen (Gehalt erhöhen, Tablets verteilen)
  • Bildungsbürgertum als Blockierer: Gesamtschulen scheitern oft am Widerstand derer, die das Exklusivsystem für ihre Kinder nutzen wollen
  • Quantität vor Qualität: Hochschulen brauchen die Studierendenzahlen — KI-generierte Abschlussarbeiten werden deshalb nicht konsequent sanktioniert

Faktencheck

Bestätigt — 75% der 10-Jährigen haben eigenes Smartphone

Laut JIM-Studie 2024 (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest): 73% der 10-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone, Tendenz steigend. Maas’ Zahl ist plausibel.

Bestätigt — TikTok-Durchschnittsnutzung ~90 Min/Tag bei Jugendlichen

Data.ai und App-Annie-Reports 2023/2024: TikTok-Nutzung 10–18 Jahre durchschnittlich 85–95 Minuten täglich in Deutschland. Plausibel.

Vereinfacht — "einstelliger Prozentbereich, die noch nie KI im Studium verwendet haben"

Studien (z.B. HIS-HE 2024, Bitkom 2024) zeigen 70–85% KI-Nutzung bei Studierenden, teils für Hausarbeiten. Die Formulierung “noch nie” für einstellige Prozentbereiche ist möglicherweise überspitzt, aber die Tendenz stimmt.

Bestätigt — Seligman-Experiment zur erlernten Hilflosigkeit

Martin Seligman und Steven Maier, 1967: Das Shuttle-Box-Experiment (Hunde, Strom, Kontrollierbarkeit) ist ein gesicherter Klassiker der Psychologie. Die Übertragung auf Menschen ist eine anerkannte Analogie.

Vereinfacht — "knapp die Hälfte der 14-Jährigen sind Mittäter beim Teilen von Gewaltvideos"

Es gibt Studien zu Konfrontation mit problematischen Inhalten (z.B. EU Kids Online), aber diese spezifische Zahl ist nicht verifizierbar. Der Trend ist belegt, die genaue Prozentzahl unklar.

Bestätigt — Estland als PISA-Überflieger mit später Schultrennung

Estland belegt seit Jahren Spitzenpositionen bei PISA. Die Struktur mit späterer Differenzierung ist dokumentiert.


Verbindungen

Manfred Spitzer — KI, Gehirn und Lernen

Spitzer ist der wissenschaftlichere Bruder dieser Argumentation: er beschreibt neurobiologisch, was Maas pädagogisch formuliert. Kognitives Outsourcing = digitale Demenz. Wo Maas pragmatisch und lösungsorientiert bleibt, zieht Spitzer die radikalsten Konsequenzen.

Hartmut Rosa — Resonanz und Unverfügbarkeit

Rosas Resonanzbegriff erklärt, warum passives Konsumieren (Social Media, KI) nicht befriedigt: Resonanz braucht echtes Widerfahrnis, Reibung, Antwortbeziehung. Maas’ Beschreibung der Motivationslosigkeit bei unsichtbarem Arbeitsergebnis ist genau das Gegenteil von Resonanz — Stummheit.

Erich Fromm — Haben oder Sein

Fromms Unterscheidung trifft Maas’ Kern: Das Haben-Modus (KI gibt mir Antworten, ich habe Wissen) vs. der Sein-Modus (ich erarbeite mir etwas, es wird Teil meiner selbst). Bildung als Sein ist das, was Maas fordert. Bildung als Haben ist das, was gerade passiert.

Immanuel Kant — Was ist Aufklärung

“Sapere aude” — habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Maas beschreibt das genaue Gegenteil: Kognition wird delegiert, das eigene Urteil wird ersetzt. Kants Aufklärungsprogramm und Maas’ Bildungsreform sind dieselbe Sache, 250 Jahre auseinander.

Jonathan Haidt — Kann ein gespaltenes Amerika heilen

Haidt und Maas analysieren dieselben Algorithmus-Effekte: Plattformen belohnen Empörung und Zugehörigkeitssignal, nicht Nuancierung. Haidt fokussiert auf politische Polarisierung; Maas auf kognitive Konsequenzen für Bildung. Zwei Seiten desselben Problems.

Christoph Butterwegge — Armut NEU DENKEN

Gleiche Podcast-Serie (NEU DENKEN / Mission Wertvoll), gleiche Gesprächspartnerin Maja Göpel. Butterwegge zeigt die ökonomische Seite sozialer Ungleichheit; Maas die bildungssystemische Seite. Beide zeigen: strukturelle Probleme werden mit individuellen Appellen beantwortet, statt systemisch angegangen.

Teresa Bücker — Zeit NEU DENKEN

Gleiche Podcast-Serie. Bücker zeigt, wie Kinder in eine Zeitkultur sozialisiert werden, die Schnelligkeit als Tugend bewertet — genau diese Sozialisation beschreibt Maas als strukturelle Ursache für Cognitive Offloading und Hilflosigkeit. Bücker (Zeitsozialisierung) + Maas (Bildungskonsequenzen) = zwei Seiten derselben Erziehungskultur.

ARTE — Neurodivers Anders denken besser arbeiten

Die Reportage zeigt Maas’ Befund am Arbeitsmarkt: Leonie hört Vorlesungen in doppelter Geschwindigkeit, weil das reguläre Tempo ihren kognitiven Stil nicht bedient. Ein System, das nur auf sprachlicher Kognition aufbaut, produziert bei Bilddenkern nicht Versagen, sondern erlernte Hilflosigkeit

Walther Ziegler — Kafka in 60 Minuten

Kafkas Einsicht zur Kindererziehung („er zerhämmert dabei das Kind”) resoniert mit Maas’ Kritik: statt Potenziale zu erkennen, wird geformt und zugerichtet — ob durch autoritäre Väter oder durch ein Bildungssystem, das Standardisierung über Entfaltung stellt

Heinz Bude — Boomer-Soziologie

Bude beschreibt den kollektiven Bildungsaufstieg als die prägende Boomer-Erfahrung: Massenuniversität, reformierte Oberstufe, „wir waren immer zu viele”. Der Generationenkontrast, den Bude am Ende formuliert — Work-Life-Balance, Kognitionsauslagerung, „ihr werdet mit Kusshand genommen” —, ist exakt das Spannungsfeld, das Maas als „Cognitive Offloading” und veränderte Bildungskultur analysiert.

Zhao Tingyang — Verbales Denken und Neo-Aufklärung

Maas’ Unterscheidung Bild-Denker vs. Sprach-Denker ist eine empirische Bestätigung von Zhaos philosophischer These: Sprache ist nomenbasiert und bevorzugt Sprach-Denker systematisch. Bild-Denker arbeiten in einem Modus, der dem Verb-Denken näher ist — Prozesse, Transformationen, räumliche Dynamiken vor statischen Kategorien. Zhaos Neo-Aufklärung müsste deshalb auch neue Bildungssysteme mitdenken: Das paläolithische Sprachsystem, das er kritisiert, wird genau im Schulapparat reproduziert. Hinton/Wilson-Zitat trifft Maas-Befund: „mittelalterliche Institutionen” als Schulen.

Marcant — Ausstieg aus der rechten Szene

Empirischer Einzelfall zu Maas’ Strukturdiagnose: fehlende epistemische Resilienz und algorithmische Konditionierung schaffen Radikalisierungsrisiko. Marcants Fallstudie zeigt, was Maas als Lösung fordert — die Fähigkeit, den eigenen Urteilsweg zu befragen, wird hier nicht im Klassenzimmer, sondern durch Beziehung und Scham ausgelöst.

Tiana Travels — Das amerikanische Betriebssystem

Tianas US-Schulanalyse ist der internationale Vergleichsfall zu Maas’ Diagnose: Niceness als Konformitätstraining, Patriotismus-Ritual, Gehorsam vor Urteilsvermögen — das amerikanische Schulsystem als Gehorsamsmaschine, die Compliance belohnt statt kritisches Denken zu ermöglichen.