Quelle: Die neue autoritäre Linke – Buchpremiere mit Nicholas Potter im taz Talk

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Wer spricht?

Nicholas Potter — 1990 in Großbritannien geboren, Journalist und Redakteur bei der taz (Ressort Gesellschaft & Medien). Studium Englische und Deutsche Literatur am King’s College London und der Humboldt-Universität Berlin. Langjährige Arbeit zu Rechtsextremismus und Antisemitismus, u.a. für Tagesspiegel, Guardian und Jüdische Allgemeine. Mitarbeit bei der Amadeu Antonio Stiftung. 2024 für den Theodor-Wolff-Preis nominiert (Recherche zu Antisemitismus bei Fridays for Future); erhielt stattdessen den Elnet-Preis. Herausgeber (mit Stefan Lauer) von Judenhass: Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und Bewegungen (2023).

Erica Zingher — Journalistin, Autorin, Moderatorin. Kolumnistin der taz («Grauzone»), Host des ZEIT-Podcasts «Was Jetzt?». Schwerpunkte: Antisemitismus, jüdisches Leben, postsowjetische Migration, Osteuropa, Israel.


Anlass: Eine Morddrohung als Ausgangspunkt

Das Gespräch beginnt persönlich: Kurz vor der Buchpremiere erhielt Potter ein Foto mit seinem Gesicht auf einem «Wanted»-Plakat — versehen mit roten Dreiecken, dem Tötungsymbol der Hamas. Das Plakat tauchte physisch vor seinem Wohnhaus auf. Der Hintergrund: er hatte über Red Media recherchiert, ein antiisraelisches Medienportal mit nachgewiesenen Verbindungen zu RT (Russia Today) und dem russischen Propagandaapparat.

«Sicherheit geht immer vor — das war eine Ausnahmezustand. Aber vielleicht ist es eine Art Berufskrankheit. Vielleicht kann ich einfach nicht anders, als darüber zu schreiben.»

Der direkte Zusammenhang: Einige Monate nach seiner Red-Media-Recherche startete eine Onlinekampagne, die ihn als «Genozid-Propagandisten» und geheimen Israel-Agenten diffamierte. Aus dieser Kampagne destillierte sich das physische Fahndungsplakat.

Der Doppelmord in Washington D.C. an zwei Mitarbeitern der israelischen Botschaft (Make Zionists Afraid Again-Plakate mit derselben Ästhetik) zeigt Potter, wohin eine solche Atmosphäre führen kann: «Das führt letztlich auch zu Gewalttaten. Es gibt Leute, die das wörtlich umsetzen.»


Red Media: Russische Propaganda im linken Gewand

▶ 12:42

Red Media ist ein Nachfolgeprojekt von Redfish, das wiederum ein RT-Ableger war. Gegründet von Hussein Dogw, der von der EU wegen Verbindungen zu RT und dem russischen Propagandaapparat sanktioniert wurde.

Merkmale:

  • Präsentiert sich als «antiimperialistisches Medienportal», bewegungsnah, pro-palästinensisch
  • Unkritische Interviews mit Vertretern von Hamas, Hisbollah, PFLP
  • Sehr professionell produzierte Social-Media-Clips; schnell auf 100.000+ Follower gewachsen
  • Kooperation mit der linken Tageszeitung Junge Welt
  • Kernbotschaft: Deutschland sei ein faschistischer Unrechtsstaat, in dem man nicht demonstrieren könne

Potters Kernthese zur RT-Strategie: Es geht nicht um links oder rechts, sondern darum, die liberale Demokratie zu destabilisieren — durch Verstärkung aller extremistischen Ränder, egal ob Querdenken, Reichsbürger oder radikale Linke.


Begriff: «Die neue autoritäre Linke»

▶ 19:36

Potter wählt den Begriff bewusst. Er schreibt nicht aus einer rechten Außenperspektive, sondern aus dem linken/linksliberalen Milieu heraus. Die Bezeichnung ist eine Anspielung auf die «neue Linke» der 68er, die ursprünglich gegen Autoritarismus — auch in der Sowjetunion — antrat, aber selbst autoritäre Züge entwickelte (Terroranschläge, Flugzeugentführungen, verkürzter Antiimperialismus).

«Das ist nach wie vor etwas Altbekanntes — mit einer neuen jüngeren Generation passiert es schon wieder.»

Warum «autoritär»?

  • Presse- und Meinungsfreiheit werden aggressiv bekämpft
  • Gewaltbereitschaft gegenüber Journalisten und politischen Gegnern
  • Personalisierte Kapitalismuskritik: nicht Strukturen, sondern «böse Akteure» (häufig jüdisch codiert)
  • Legitimierung von Terrororganisationen und Verharmlosung von Attentaten
  • Pressefeinlichkeit als strukturelles Merkmal — ähnlich rechtsextremen Techniken

Die Gruppen: Kleine, vernetzte, radikale Zellen

▶ 21:56

Gruppen wie Klasse gegen Klasse, Young Struggle, Rote Jugend, Revolution — meist maoistisch oder trotzkistisch orientiert — sind einzeln klein (wenige hundert Mitglieder). Ihre Stärke liegt in:

  • Vernetzung und Bündnisbildung (z.B. «Internationalistisches Bündnis»)
  • Umtriebigkeit: sie sind bei allen Schlüsselmomenten präsent (Palästina-Kongress April 2024, FU-Besetzung, 7.-Oktober-Demo am Alexanderplatz)
  • Infiltration der breiteren Linken: Die Linkspartei Niedersachsen erklärte sich zum «ersten antizionistischen Landesverband» — teilweise als Folge dieser Einflussnahme

«Man könnte diese Gruppen als verrückte Spinnergruppen abtun — das wäre gefährlich und falsch. Sie gewinnen immer mehr Einfluss innerhalb der linken Szene.»


7. Oktober als Radikalisierungskatalysator

▶ 31:04

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 war der «einschneidende Moment» für die jüngere linke Szene — der politisierende Moment für viele. Soziale Medien spielten eine zentrale Rolle: Gaza wurde zum dominierenden Thema, die emotionale Aufladung extrem hoch.

Potter unterscheidet: Das Anliegen der Anti-Kriegs-Demos (Leid der Zivilbevölkerung) ist legitim — aber diese Demos wurden systematisch von antisemitischen Akteuren «gekarpet», die das Narrativ übernahmen.

Schlüsselbeobachtung: Nahostdemos entwickelten sich zu den gefährlichsten Orten für Journalisten in Deutschland — noch vor Nazidemos (Bericht: Reporter ohne Grenzen, Deutsche Journalistenunion).


Das Schweigen der Clubszene

▶ 37:53

Ein zentrales Kapitel des Buches: Das Nova Festival war ein linkes Musik-Festival. Das Schweigen der Clubszene — linker Festivals wie der Fusion — nach dem Massaker war für Potter symptomatisch.

«Man braucht nicht so viel Zeit, um ein Massaker bei einem Festival zu verurteilen. Das braucht keine große intellektuelle Leistung.»

Was er stattdessen beobachtete: Teile der Szene fanden den Angriff gut — Täterinnen des Nova-Festivals wurden als «auf gestohlenem Land tanzend» selbst verantwortlich gemacht. Auf der Fusion nach dem 7. Oktober: Rote Dreiecke (Hamas-Symbol) überall. Britische Festival-Besucher verabredeten sich in WhatsApp-Gruppen, wie sie Israelis auf einem portugiesischen Festival vergiften könnten.


Universitäten als Radikalisierungsraum

▶ 44:44

Der Angriff auf Lave Shapira (lebensgefährlich zusammengeschlagen, FU Berlin) steht exemplarisch für die Radikalisierung an Hochschulen. Potter beobachtet:

  • Postkoloniale Theorie als Einstiegsdroge: Settler Colonial Studies, insbesondere der Essay Decolonialization is not a Metaphor wurde nach dem 7. Oktober als Rechtfertigung instrumentalisiert («Der 7. Oktober ist der lebende Beweis dafür — so meinten wir das»)
  • Viele bei Uni-Besetzungen Festgenommene waren gar keine eingeschriebenen Studierenden
  • Campusse werden als Kulisse missbraucht

Manichäisches Weltbild und globale Implikationen

▶ 51:38

Das antiimperialistische Weltbild dieser Gruppen schafft eine imaginierte Achse: China, Iran, Russland als «antiimperialistisch» — die USA und Israel als böse Imperialisten. Die Folge: Wegschauen bei der Unterdrückung von Minderheiten (Uiguren, iranische Frauen), solange die Täter auf der «richtigen» Seite stehen.

«‘Frau, Leben, Freiheit’ — sie rufen das manchmal, aber sie tun wahrlich nichts für Feministinnen im Iran. Manche solidarisieren sich offen mit dem Mullah-Regime.»

Potters Sorgen für die Zukunft: Wie verhält sich dieses Weltbild bei Taiwan/China, Russland/Ukraine? Die Ukraine-Debatte war die Einstiegsdroge für viele in dieses manichäische Schema.


Faktencheck

Vereinfacht / Nicht eindeutig belegt

Potter: 1990, Großbritannien, King’s College + Humboldt-Uni, Englische & Deutsche Literatur — Geburtsjahr 1990 und Studium am King’s College London sowie der Humboldt-Universität sind durch Wikipedia, Wilson Center und seine Website belegt. Das Fach «Englische und Deutsche Literatur» stimmt inhaltlich. Geburtsort «Großbritannien» lässt sich nicht präzise verifizieren — Wikidata nennt Berlin als Geburtsort (vermutlich fehlerhaft), während andere Quellen «britisch-deutsch» nennen.

Bestätigt

Potter war bei der Amadeu Antonio Stiftung tätig — Er arbeitete von 2020 bis 2024 als Redakteur bei Belltower.News (Netzwerk der Amadeu Antonio Stiftung). Seit Juli 2024 Redakteur bei taz zwei. Quelle: Amadeu Antonio Stiftung

Vereinfacht / Nicht eindeutig belegt

Theodor-Wolff-Preis-Nominierung 2024, stattdessen Elnet-Preis — Nominierung für den Theodor-Wolff-Preis 2024 (Kategorie «Thema des Jahres», mit Joshua Schultheis) ist bestätigt. Den ELNET-Preis erhielt er im November 2025, nicht als direkten Ersatz. Die Formulierung «stattdessen» suggeriert eine Kausalverknüpfung, die nicht belegt ist — es sind separate Auszeichnungen.

Vereinfacht / Nicht eindeutig belegt

Hussein Doğru von der EU sanktioniert wegen RT-Verbindungen — Doğru und sein Unternehmen AFA Medya wurden im Mai 2025 im 17. EU-Sanktionspaket gelistet. Kernaussage stimmt, aber: Die Verbindungen sind vom Verfassungsschutz behauptet, nicht gerichtlich bewiesen; Doğru bestreitet sie. Die Namensschreibweise im Transkript («Dogw») ist ein Transkriptionsfehler. Quelle: nd-aktuell

Vereinfacht / Nicht eindeutig belegt

Red Media als Nachfolgeprojekt von Redfish (RT-Ableger) — Sachlich weitgehend zutreffend: Redfish schloss Februar 2023, Red Media gründete sich März 2023 mit personellen Überschneidungen. Der US-Außenminister bezeichnete Red explizit als Nachfolger. Red Media bestreitet dies jedoch kategorisch. Die Darstellung als gesicherte Tatsache ist vereinfacht. Quelle: taz

Bestätigt

Doppelmord Washington D.C. — Yaron Lischinsky und Sarah Milgrim, Täter mit sozialistischen Verbindungen — Anschlag vom 21. Mai 2025 vor dem Capital Jewish Museum dokumentiert. Täter Elias Rodriguez rief «Free Palestine» und hatte Verbindungen zur Party for Socialism and Liberation (PSL) und der ANSWER Coalition. Die Organisationen selbst verurteilten die Tat. Quelle: Wikipedia

Vereinfacht / Nicht eindeutig belegt

Die Linkspartei Niedersachsen: «erster antizionistischer Landesverband» — Ein Antrag wurde mit 104/157 Stimmen angenommen. Der Antragsteller rief danach den Satz, aber der Landesverband selbst widersprach dieser Charakterisierung; die Landesvorsitzende erklärte, der Antrag beziehe sich auf Netanjahus konkreten Zionismus, nicht auf einen generellen Antizionismus. Quelle: Die Linke Niedersachsen Richtigstellung

Bestätigt

Reporter ohne Grenzen: Nahostdemos gefährlicher für Journalisten als Nazidemos — RSF-Bericht 2024: 38 physische Übergriffe auf Nahostdemos vs. 12 auf Nazidemos/rechten Veranstaltungen. Nahostdemos waren mit Abstand der gefährlichste Kontext. Quelle: RSF Nahaufnahme Deutschland 2024

Bestätigt

7. Oktober 2025: Verbotene Demo am Berliner Alexanderplatz — Die Demo «Stop the Genocide» wurde verboten (Aufruf verklärte den Hamas-Angriff als «mutigen Aufstand»). Trotz Verbot versammelten sich Hunderte, Polizei kesselte ein, über 100 Festnahmen, ~1.400 Beamte im Einsatz. Quelle: democ.de

Bestätigt

FU-Berlin-Besetzung: Demonstrierende hatten Brechstangen — Bei der Besetzung des Präsidiumsgebäudes am 17. Oktober 2024 trugen Aktivisten Äxte, Sägen und Brechstangen; bedrohten Universitätsmitarbeiter. FU stufte es als «gewaltsamen Angriff» ein; Schaden über 100.000 Euro. Quelle: FU Berlin Pressemitteilung


Weiterführende Quellen

Aus der Video-Beschreibung:

Erwähnte Werke und Quellen:

  • Nicholas Potter / Stefan Lauer (Hg.): Judenhass: Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und Bewegungen (2023)
  • Nicholas Potter: Die neue autoritäre Linke — das im Gespräch vorgestellte Buch (dtv, 2025)
  • Tuck & Yang: Decolonialization is not a Metaphor (2012) — als ideologisches Fundament thematisiert
  • Reporter ohne Grenzen: Berichte zu Übergriffen auf Journalisten bei Nahostdemos in Deutschland

Recherche-Quellen (Sherlock):


Verbindungen

ARTE — Hybrider Angriff Putins Krieg gegen Europas Osten

Potters RT-/Kreml-Recherche liefert die westliche Belegkette zum Doku-Muster — und teilt die zentrale Krux: Der Vorwurf „Kreml-Agent” ist zugleich nötig (es gibt echte Einflussagenten) und gefährlich (er kann Kritik ersticken). Beide Notes ringen um dieselbe Grenze.

Wilhelm Heitmeyer — Die Durchrohung der Gesellschaft

Beide Notes analysieren gesellschaftliche Verrohung und Gewaltbereitschaft als politisches Phänomen; Potters «neue autoritäre Linke» ist ein konkreter Ausdruck jener enthemmten Gruppengewalt, die Heitmeyer als Symptom des Kontrollverlusts demokratischer Institutionen beschreibt.

Eva von Redecker — Dieser Drang nach Härte

Redeckers These, dass autoritäre Härte als Kompensation für Ohnmachtsgefühle fungiert, erklärt die psychologische Struktur hinter Potters manichäischem antiimperialistischen Weltbild: klare Feindbilder, Gewaltromantik, Ablehnung von Differenzierung.

Philip Manow — Autoritäre Zeiten: Die Macht der Wähler

Manow und Potter untersuchen parallel, wie demokratische Bewegungen in autoritäre Strukturen kippen — Manow von rechts, Potter von links; zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild der autoritären Versuchung quer durchs politische Spektrum.

Andreas Kemper — Faschismen im 21. Jahrhundert

Kempers Analyse von Faschismus als Klassen- und Ideologiephänomen des 21. Jahrhunderts korrespondiert direkt mit Potters Beschreibung von «Klasse gegen Klasse» und «Young Struggle» als ideologisch aufgeladene Kadergruppen.

Jonathan Haidt — Die moralischen Wurzeln von Liberalen und Konservativen

Moellers und Poschardt — Welche Freiheit wollen wir

Potters empirische Analyse der neuen autoritären Linken ist das Fallbeispiel zu Posschardts Schitbürgertum-These: Wo Poschardt das Phänomen kulturkritisch benennt, seziert Potter es journalistisch von innen.

Haidts Stammeslogik erklärt, wie postkoloniale Theorie als moralisches Fundierungssystem funktioniert: sie liefert eine klare In-group/Out-group-Struktur, die Potters Beschreibung der Radikalisierungsdynamik psychologisch untermauert.

Götz Aly — Wie konnte das geschehen

Alys Frage nach dem kollektiven Schweigen und Mitläufertum im Nationalsozialismus spiegelt sich in Potters Beobachtung, dass die deutsche Clubszene nach dem 7. Oktober schwieg — beide analysieren institutionelles Versagen angesichts von Antisemitismus.

Dietrich Bonhoeffer — Theorie der Dummheit

Bonhoeffers Einsicht, dass Dummheit weniger ein intellektuelles als ein soziales Phänomen ist (erzeugt durch Gruppenkonformität und Macht), trifft präzise auf Potters Beschreibung zu, wie postkoloniale Narrative in Echokammern zur unreflektierten Übernahme von Feindbildern führen.

Rainer Mausfeld — Warum schweigen die Lämmer

Mausfelds Analyse, wie Propaganda demokratische Öffentlichkeiten manipuliert, ergänzt Potters Befund zu Red Media und russischen Propagandanetzwerken, die linke Radikalisierung gezielt befeuern.

Max Blumenthal & Chris Hedges — Wie Israel Trump in den Krieg trieb

Blumenthal (The Grayzone) ist ein Paradebeispiel des Phänomens, das Potter beschreibt: ein «antiimperialistisches» Medium, das in Teilen russische Narrative bedient und bei Antisemitismus-Codierungen (Epstein-Baal-Komplex) die Grenze überschreitet.

Aladin El-Mafaalani — Misstrauensgemeinschaften und was die AfD wirklich stoppt (taz FUTURZWEI-Talk)

Ebenfalls ein taz Talk; El-Mafaalani erklärt, warum jede lagerpolitische Reaktion auf Misstrauensgemeinschaften — von rechts wie von links — scheitert. Potter zeigt das Phänomen für die Linke konkret; El-Mafaalani liefert die soziologische Erklärung.

Torsten Heinrich — Was die Tagesschau verschweigt

Beide analysieren Doppelstandards im Israel-Diskurs: Heinrich aus geopolitisch-militärischer Perspektive (Wortwahl, Existenzrecht, Medienvergleich), Potter aus der kulturpolitischen (postkoloniale Narrative, „linker Antisemitismus”). Beide zeigen: Die Maßstäbe sind ungleich

StreitClub — Europa allein zu Haus

Friedman verortet Antisemitismus strukturell rechtsaußen — ergänzt Potters Analyse des linken Antisemitismus

Liya Yu — Der neuropolitische Gesellschaftsvertrag

Yu kritisiert Cancel Culture als „potenziell totalitär”, weil sie Mentalisierung verhindert; beide sehen die Linke in einem Reinheitsparadox gefangen