GedankenraumBissenBlaBla — AfD-Behauptungen zur Ausländerkriminalität
Die 40 Prozent stimmen, und der Satz darüber täuscht trotzdem. Fünf Behauptungen über Ausländerkriminalität, gegen die Statistik gelesen, aus der sie stammen.
🎨
Künstler: Saul Steinberg — Feder und Tusche, trockener Witz, viel Weiß.
Warum: Die Note handelt von einer richtigen Zahl, die im falschen Licht einen riesigen Schatten wirft. Steinbergs Linie kann genau das: eine kleine Figur, ein Plakat, ein Schatten, der zur Menge anschwillt — und daneben der Sachbearbeiter mit der Lupe über dem endlosen Kleingedruckten. Die vierzig aufgebrochenen Autos und der eine Dieb sind das Bild aus dem Video: viele Fälle, ein Mensch.
Prompt: Wide panoramic banner, pen-and-ink drawing in the witty spare line style of Saul Steinberg, black ink line on off-white paper with a few flat washes of pale ochre and one muted red. Center-left: a small lanky man in a suit stands on a box holding up an enormous placard showing only the number 40 %. A lamp behind him throws his shadow onto a long wall, and the shadow of the placard grows into a huge dark crowd of jagged silhouettes. On the right, a tiny clerk with spectacles sits at a desk under a single bulb, bent over a long unrolled ledger that spills onto the floor in loops, holding a magnifying glass over the small print; the ledger columns are filled with tiny marks. Between them, forty little cars drawn in a neat row, all with open doors, and a single small thief figure walking away with a sack. Lots of white space, humorous, deadpan, no realistic faces, no photorealism.
Die 40 Prozent stimmen, und der Satz darüber täuscht trotzdem. Der Kanal BissenBlaBla nimmt fünf Sätze, die in Talkshows und Kommentarspalten zum Thema Ausländerkriminalität fallen, und liest sie gegen die Kriminalstatistik 2025 und gegen die AfD-Programme im Wortlaut. Herausgekommen ist eine Lektion darüber, wie man mit richtigen Zahlen ein falsches Bild baut, und, unfreiwillig, auch eine darüber, wie schwer es ist, das selbst nicht zu tun.
Quelle: 5 AfD-Lügen über AUSLÄNDERKRIMINALITÄT — BissenBlaBla, 04.10.2026 (25 Min.)
BissenBlaBla — unabhängiger, anonym geführter YouTube-Kanal, finanziert über Kanalmitgliedschaften, die er ausdrücklich als „aktiven Beitrag gegen Rechts“ bewirbt. Kein bekannter Name, kein institutioneller Hintergrund. Der Kanal steht offen gegen die AfD und sagt das auch; sein Disclaimer nennt die Inhalte „meinungsstark, kritisch und satirisch“. Seine Stärke ist die Quellenarbeit: Unter dem Video stehen fünfzehn Belege, fast alle amtlich oder wissenschaftlich.
Frühere Note: BissenBlaBla — Bilanz rechter Regierungen
Die richtige Zahl und der falsche Satz
0:52 — Das Video beginnt mit einem Zugeständnis, das man auf diesem Kanal nicht erwartet: Die Zahl stimmt. Von 2.054.855 Tatverdächtigen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 hatten 823.609 keinen deutschen Pass, 40,1 Prozent. Wer das bestreitet, verliert die Diskussion in der ersten Minute. BissenBlaBla setzt deshalb woanders an:
„Mit einer falschen Zahl kannst du keine Politik machen, die fliegt so schnell auf, aber mit einer richtigen Zahl, der du dann den Zusammenhang wegnimmst, treibst du ein ganzes Land vor dir her.“ 0:00
Hören — 0:00
Der Zusammenhang, den er zurückgibt, hat vier Teile. Die Statistik zählt Tatverdächtige, keine Täter. Die Aufklärungsquote lag bei 57,9 Prozent; bei vier von zehn angezeigten Taten weiß niemand, wer sie beging. In den 40 Prozent stecken Delikte, die nur Ausländer begehen können: illegale Einreise, Aufenthalt ohne Papiere. Und Fälle sind keine Personen: Ein Serientäter, der vierzig Autos aufbricht, steht für vierzig Fälle.
Nur einer dieser Teile verändert die Zahl. Rechnet man die ausländerrechtlichen Verstöße heraus, wie das BKA es selbst vorsieht, bleiben 35,5 Prozent. Sein Vergleich dazu trifft: eine Verkehrsstatistik, die „Fahren ohne Führerschein“ mitzählt und sich dann wundert, dass Leute ohne Führerschein auffallen. Die anderen drei Einwände sind richtig und ändern am Anteil fast nichts. Die 40 Prozent zählen schon Personen, keine Fälle. Und wer vom Verdacht zum Urteil geht, findet dieselbe Größenordnung: Unter den 632.115 Verurteilten des Jahres 2024 hatten 40,8 Prozent keinen deutschen Pass.
| gesamt | davon nichtdeutsch | Anteil | |
|---|---|---|---|
| Tatverdächtige, PKS 2025 | 2.054.855 | 823.609 | 40,1 % |
| Tatverdächtige ohne ausländerrechtliche Verstöße | 1.908.383 | 677.951 | 35,5 % |
| Verurteilte, Strafverfolgungsstatistik 2024 | 632.115 | 257.804 | 40,8 % |
Quellen: BKA, IMK-Bericht PKS 2025 · Destatis, Strafverfolgung 2024
Die Frage, die er für den Stammtisch empfiehlt („Redest du von Verurteilten oder von Verdächtigen?“), klappt also nicht zusammen, was sie zusammenklappen soll. Sie trägt ein Prinzip, die Unschuldsvermutung, und das ist viel wert. Als Rechenargument trägt sie nicht. Das Video zeigt hier im Kleinen, was es im Großen beklagt: Ein richtiger Satz wird so eingesetzt, dass er mehr zu beweisen scheint, als er beweist.
Der Abstand ist echt
3:53 — Hier wird das Video ehrlich, und das hebt es über das Genre. Nach Abzug der Aufenthaltsdelikte bleibt die Tatverdächtigenbelastungszahl: 2025 wurden von 100.000 hier lebenden Deutschen 1.813 als Tatverdächtige registriert, von 100.000 hier lebenden Ausländern 4.788. Das 2,6-Fache.
„Ich sag's mal so deutlich, weil ich nicht will, dass du in der Diskussion auf die Fresse fliegst. Dieser Abstand, der ist echt.“ 4:38
Im Gespräch — 4:38
Das Zugeständnis ist echt, aber es ist das mildere von zweien. Für die Gewaltkriminalität, um die der ganze Streit geht, weist das BKA einen etwa viermal höheren Wert aus (628 gegen 158 je 100.000). Auch innerhalb gleicher Alters- und Geschlechtsgruppen bleibt ein Abstand, bei männlichen Jugendlichen und Gewalt das 3,5-Fache.
Die Frage ist das Warum. Im Grundsatzprogramm der AfD stehen Familienclans, kulturelle Strukturen und Sprachbarriere, dort allerdings als Gründe, warum diese Kriminalität schwer zu bekämpfen sei; einen Satz vorher nennt das Programm selbst eine soziale Ursache, „enttäuschte Hoffnungen auf Wohlstand“. BissenBlaBla hält eine Studie des ifo-Instituts dagegen (Adema/Alipour, Februar 2025), die Kreis für Kreis die Jahre 2018 bis 2023 untersucht hat: Wo der Ausländeranteil steigt, steigt die Kriminalität nicht messbar mit. Die Überrepräsentation erklärt sich laut den Autoren überwiegend durch ortsspezifische Faktoren, Ballungsräume mit ohnehin höherer Kriminalitätsdichte; Alter und Geschlecht spielen in dieser Auswertung eine kleinere Rolle.
„Nicht der Pass entscheidet, sondern die Postleitzahl.“ 6:10
Im Gespräch — 6:10
Eine ältere Berliner Auswertung trennt jugendliche Gewalttäter nach Herkunft: Deutsche ohne Migrationshintergrund 2.353, mit Migrationshintergrund 2.801 je 100.000. „Praktisch dasselbe“, sagt er; es sind 19 Prozent mehr, und den dritten Wert, 5.388 bei Jugendlichen ohne deutschen Pass, lässt er weg. Ob das Muster heute noch gilt, kann niemand prüfen, Berlin erfasst den Migrationshintergrund seit 2022 nicht mehr.
Dann der Satz, mit dem das Video den eigenen Boden verlässt: „Stell zwei junge Männer in dieselbe Straße mit demselben Einkommen, und von der Kulturnummer bleibt überhaupt gar nichts mehr übrig.“ Eine Kreisanalyse misst weder Straße noch Einkommen eines Menschen; die ifo-Autoren schreiben selbst, dass ihnen dafür die Individualdaten fehlen. Die Expertinnen, auf die sich das Video später stützt, sind vorsichtiger: Es könne auch kulturelle Faktoren geben, sagt die Kriminologin Gina Wollinger, etwa rigidere Männlichkeitsnormen. Was die Forschung dazu weiß, steht unten in der Nachbesprechung.
Wenn der Aufenthaltsstatus mehr erklärt als die Herkunft — ist dann eine Politik, die Arbeitsverbote und Kettenduldungen verlängert, selbst ein Kriminalitätsfaktor?
Der Startpunkt ist das Argument
7:42 — „Seit 2015 ist alles explodiert“ nennt er die Gründungserzählung der Partei. Sie hat den Vorzug, prüfbar zu sein: Wenn Zuwanderung Kriminalität bedeutet, muss die Kriminalität mit der Zuwanderung steigen. Zwischen 2005 und 2019 sank die Zahl der Straftaten ohne Aufenthaltsdelikte um 16 Prozent, die Gewalttaten von 212.832 auf 181.054. Im selben Zeitraum wuchs die ausländische Bevölkerung um rund 40 Prozent. Auch 2024 lagen die Straftaten noch knapp zwölf Prozent unter 2005.
Bei diesem letzten Satz wechselt das Video still die Messgröße. Die Gewalt lag 2024 mit 217.277 Fällen über 2005, auf dem höchsten Stand seit 2007 und ein Fünftel über 2019; 2025 lag sie wieder genau auf dem Niveau von 2005. Und 2005 ist ein Jahr nahe dem langjährigen Hoch. Sein eigener Satz trifft ihn: Der Startpunkt ist das Argument. Was für ihn spricht, steht in einer Zahl, die er nicht nennt: Die nichtdeutsche Bevölkerung wuchs von 2014 bis 2024 um 73 Prozent, die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen um 48. Pro Kopf ist die Belastung gesunken.
2025 sank die Zahl der Fälle um 5,6 Prozent (ohne Cannabis-Effekt 4,7), die Gewaltkriminalität um 2,3 Prozent, der erste Rückgang seit 2021; tatverdächtige Zuwanderer bei Gewaltdelikten minus 7,2 Prozent. Dann nennt er die Zahlen, die gegen ihn laufen: tatverdächtige Kinder bei Gewalt plus 3,3 Prozent, Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung plus 8,5 Prozent, Vergewaltigungen seit 2018 plus 71,7 Prozent.
„Ja, das ist ein Anstieg, und zwar ein heftiger Anstieg.“ 9:59
Im Gespräch — 9:59
Das BKA nennt als einen möglichen Grund die höhere Anzeigebereitschaft. Methodisch stark ist der Befund mit den zwei Schlagzeilen: Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger an allen Straftaten fiel 2025 von 41,8 auf 40,1 Prozent; ohne Aufenthaltsdelikte stieg er auf 35,5 Prozent, den höchsten Wert seit Beginn der Reihe. Entwarnung oder Weltuntergang, je nach Zeile.
Bei den Deliktarten wählt er dann selbst. Dass der Anteil bei Sexualdelikten mit 28,8 Prozent „deutlich unter dem Schnitt“ liege, stimmt für die Oberkategorie, in der auch Massendelikte wie Kinderpornografie stecken. Beim eigentlichen Streitthema, Vergewaltigung, liegt er bei 38,5 Prozent, nahe am Gewaltschnitt von 42,9.
„Nur passt halt Ladendiebstahl irgendwie schlecht aufs Wahlplakat der AfD.“ 12:15
Hören — 12:15
Den Satz aus dem AfD-Programm, Jugendkriminalität habe „deutlich zugenommen“, widerlegt er mit Zahlen von 2025; als das Programm entstand, stimmte er (2023: Jugendliche plus 9,5, Kinder plus 12 Prozent). Heute ist der Trend gekippt. Beides gehört in einen Satz.
Wörter ohne Erhebung
12:53 — Der vierte Teil handelt von drei Begriffen, die keine Zahlen brauchen, weil sie mit Bildern arbeiten: No-go-Areas, Clans, Silvester. Hier stehen seine besten und seine schwächsten Minuten nebeneinander.
No-go-Areas gibt es als amtliche Kategorie nicht. NRW-Innenminister Jäger verneinte 2017 im Landtag, dass Polizisten irgendwo nicht hinkämen; es gebe Orte, an die sie zur Eigensicherung zu mehreren fahren. Aus einer Einsatztaktik wird im Netz ein aufgegebenes Viertel. Ganz so leer, wie er sagt, ist das Feld aber nicht: Das Polizeigesetz kennt „gefährliche und verrufene Orte“, NRW nannte 2020 vierundvierzig solcher Gebiete. Und den Begriff benutzten damals auch CDU- und FDP-Politiker, nicht nur die AfD.
Clans: Das Lagebild Niedersachsen 2025 ordnet ihnen 2.691 Straftaten zu, 0,53 Prozent der Kriminalität im Land, der dritte Rückgang in Folge. Als organisierte Kriminalität eingestuft wurden vier Verfahren; fast die Hälfte der Verdächtigen waren Mehrfachtäter. Die Zahlen sind solide. Sein Hauptschlag ist es nicht: Dass 56 Prozent einen deutschen Pass hatten, „zerlegt“ keine Erzählung, denn Clankriminalität ist amtlich über Familie und Herkunft definiert, nicht über den Pass. Er selbst erklärt zehn Minuten später, dass jeder Eingebürgerte als Deutscher zählt.
„Nachnamenscreening nennt man das. Ja, was soll da schon schiefgehen?“ 15:19
Im Gespräch — 15:19
Der Spott trifft eine echte Schwäche der Methode, die das LKA NRW allerdings offen beschreibt.
Silvester: Die AfD schrieb im März 2025 in einen niedersächsischen Landtagsantrag, die Täter kämen „überwiegend aus dem Migrantenmilieu“. Das Video wirft ihr vor, sie habe im Bundestag selbst nachgefragt, keine Herkunftszahl bekommen und behaupte es trotzdem. Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/4065) hat aber eine Anlage, und dort stehen die Tatverdächtigen nach Staatsangehörigkeit: 84 für die Nacht zum 1. Januar 2026, davon 25 Deutsche. Der Landtagsantrag liegt zudem zehn Monate vor dieser Anfrage und betrifft ein anderes Silvester. Ungenannt bleibt auch, dass sich die Angriffe auf Bundespolizisten gegenüber dem Vorjahr verdreifachten. Die Zahlen aus NRW stimmen, und die beiden Toten von Bielefeld waren zwei 18-Jährige mit selbstgebauter Pyrotechnik. „Überwiegend Migrantenmilieu“ bleibt unbelegt, weil niemand den Migrationshintergrund erfasst. Die Pointe „selber gefragt, keine Zahl gekriegt“ ist erfunden.
Das brauchbarste Werkzeug des Videos bleibt die Frage: Welche Behörde hat das erhoben, in welchem Dokument? Sie gilt für jede Seite. Beim Silvester-Vorwurf hätte sie ihn selbst gerettet.
Das Bild im Kopf
17:38 — Warum fühlen sich die Begriffe wahr an? Die Antwort liefert der Medienwissenschaftler Thomas Hestermann, der seit 2007 auswertet, wie über Gewalt berichtet wird. Nennen Fernsehberichte die Herkunft eines Tatverdächtigen, geht es fast immer um Ausländer: bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in 95,7 Prozent dieser Fälle, bei den privaten in 92,9. Menschen aus muslimisch geprägten Ländern machen 70 Prozent der Verdächtigen mit genannter Herkunft aus, in der Statistik 15,8.
| Tatverdächtige | im TV, wenn Herkunft genannt | in der PKS |
|---|---|---|
| Ausländer | 94,6 % (öffentlich-rechtlich 95,7, privat 92,9) | 34,3 % (Hestermanns weite Gewaltdefinition) · 42,9 % (Gewaltkriminalität im engeren Sinn) |
| aus muslimisch geprägten Ländern | 70,3 % | 15,8 % |
Quelle: Hestermann 2025, Expertise für den Mediendienst Integration; n = 168 TV-Beiträge.
Der Befund hält, seine Größe schwankt mit der Vergleichszahl. Das Video stellt Hestermanns 34,3 Prozent neben die 95,7, obwohl es Minuten vorher für Gewalt 42,9 Prozent genannt hat; mit dieser Zahl ist die Verzerrung gut zweifach statt dreifach. Und die Stichprobe ist klein, die Sender trennt jeweils ein einziger Beitrag.
Das Beispiel, bei dem er zögert, es zu bringen: München im Februar 2025, ein Afghane fährt in eine Verdi-Demonstration, eine 37-jährige Ingenieurin und ihre zweijährige Tochter sterben. Riesiges Echo. Kurz darauf Mannheim, im Netz kursiert ein falsches Ausweisfoto eines Migranten, festgenommen wird ein 40-jähriger Deutscher. Halb so viele Berichte, kein Brennpunkt. Der Unterschied ist echt, aber nicht nur die Nationalität trennt die Fälle: München war nach der Anklage religiös motiviert und geschah zehn Tage vor der Bundestagswahl, Mannheim war die Tat eines psychisch kranken Mannes.
„Du hast nicht mehr Kriminalität erlebt. Du hast nur mehr davon gesehen, und zwar sehr gezielt sortiert.“ 19:10
Hören — 19:10
Das ist der Kern des Videos, und er reicht über die AfD hinaus. Die Verzerrung, die Hestermann misst, entsteht in Redaktionen, die sich selbst nicht rechts nennen würden. Die Partei erntet, was andere säen; darum gehört der Abschnitt zu Rechte Medien — das Geschäft mit der Lüge und zum Fall Topfvollgold — Mordfall Stade und das Versagen von NiUS mindestens so sehr wie zu jedem Wahlprogramm.
Wenn die Herkunft fast nur genannt wird, wenn sie nicht deutsch ist — wäre die ehrliche Lösung, sie immer zu nennen, oder nie?
„Man wird ja wohl noch die Fakten nennen dürfen“
19:56 — Die fünfte Behauptung schützt die anderen vier: Wir sagen nur, was in der Statistik steht. Im Grundsatzprogramm der AfD von 2016 steht zugleich, Statistiken über den Asyl- oder Migrationshintergrund von Tatverdächtigen würden aus politischen Gründen kaum geführt, geheim gehalten oder geschönt.
„Geheimgehalten. Leute, ich habe da drei Klicks gebraucht.“ 20:41
Im Gespräch — 20:41
Die PKS liegt offen beim BKA, mit eigenen Tabellen zu nichtdeutschen Tatverdächtigen nach Delikt, Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsanlass, auch zu „Zuwanderern“. Für den Asylhintergrund ist der AfD-Satz falsch, „geheim gehalten oder geschönt“ ist unbelegt. Für den Migrationshintergrund stimmt „kaum geführt“: Die Polizei erfasst ihn nicht, nur den Pass, und jeder Eingebürgerte zählt als Deutscher. Das räumt auch das Video ein.
Seine Pointe danach trägt nicht. Die Partei habe sich „auf zwei Seiten, die keine 20 Seiten auseinanderliegen“, selbst widersprochen: erst geheim, dann wisse sie, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund auffällig seien. Die beiden Zitate stammen aus zwei Dokumenten, dem Grundsatzprogramm von 2016 und dem Wahlprogramm von 2025, neun Jahre auseinander. Und dass eine Partei die Reform einer Statistik fordert, die das Merkmal nicht erfasst, das sie erfasst sehen will, ist kein Widerspruch. Man kann diese Forderung falsch finden; logisch ist sie.
Die Statistik misst auch uns
21:26 — Hier steht das stärkste Argument des Videos, und es kommt spät. Die PKS ist eine Hellfeldstatistik: Sie zeigt, was der Polizei bekannt wird, und das geschieht zu rund 90 Prozent durch eine Anzeige. Ein Mensch muss zur Polizei gehen. Der Niedersachsensurvey des Kriminologischen Forschungsinstituts, auf den die Kriminologin Susann Prätor von der Polizeiakademie Niedersachsen verweist, fand bei Jugendgewalt: Hatten Opfer und Täter keine Migrationsgeschichte, wurden 7,9 Prozent der Taten angezeigt; hatte nur der Täter eine, 22,4 Prozent. Die zweite Tür ins Hellfeld ist die Kontrolle. Drogenbesitz taucht in der Statistik nur auf, wo jemand kontrolliert wird, und Minderheiten werden häufiger kontrolliert.
„Sie hat unsere eigenen Vorurteile als Messfehler eingebaut, und dann wird sie hochgehalten als Beweis dafür, dass die Vorurteile stimmen.“ 23:41
Im Gespräch — 23:41
Die Richtung ist belegt, die Stärke nicht. Die KFN-Zahlen sind beschreibend und nicht nach der Schwere der Tat bereinigt; „bei vergleichbaren Taten“, wie es im Video heißt, steht so nicht in der Studie. Wie stark das Anzeigeverhalten die PKS verzerrt, dafür gebe es „keine gesicherten Zahlen“, sagt Gina Wollinger. Es erklärt einen Teil des Abstands, wie das Video selbst vorsichtig sagt, aber eben einen Teil.
Zum Schluss legt er die Zahl daneben, die in den Reden fehlt: 19.484 fremdenfeindliche Straftaten 2025, fast drei Viertel dem rechten Spektrum zugeordnet. Menschen, die angegriffen werden, weil sie aussehen wie jemand aus einer Statistik. Sie stehen in der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität, einer anderen als die PKS, aber vom selben Amt. Gelesen werden sie seltener.
Die Grenze der Gegenrede
Das Video endet mit einem Urteil: Auswahl mit Absicht heiße Lüge. Wer das ernst nimmt, muss es auf das Video anwenden. Die 40 Prozent sind keine Lüge, das sagt er in der ersten Minute selbst; in seinen fünf Fällen ist selten eine Zahl gelogen, fast immer ist der Satz verkürzt. Für die Geheimhaltungsbehauptung trägt das harte Wort. An anderen Stellen wählt der Kanal selbst aus: die mildere der beiden Belastungszahlen, 2005 als Startjahr, die Oberkategorie statt der Vergewaltigung, eine Vergleichszahl, die nicht zur eigenen passt, ein Pass, wo eine Herkunft gemeint ist. Und zweimal wird aus der Auswahl ein Fehler, bei Silvester und beim „Selbstwiderspruch“. Fast jede Zahl folgt den Dossiers des Mediendienstes Integration; die Forschung, die gegen ihn spricht, kommt nicht vor. „Silvester in Köln“, im Intro angekündigt, wird nie geprüft.
Das Format ist auf Gegenrede gebaut: zu jedem Satz die eine Frage, „mit der er zusammenklappt“. Das schult das richtige Misstrauen (Mit oder ohne Aufenthaltsdelikte? Ab welchem Jahr? Welche Behörde?). Es erzeugt aber auch den Eindruck, ein ernstes Problem sei mit einer Rückfrage erledigt. Die steigenden Vergewaltigungszahlen, der viermal höhere Wert bei Gewalt, die Kinder: Das Video nennt einiges davon und geht weiter. Es bleibt die Arbeit, die keine Debattenwaffe ersetzt, nämlich zu verstehen, woher der Abstand kommt, der nach allen Korrekturen bleibt.
Seine Wut ist ehrlich und an manchen Stellen berechtigt. Am meisten überzeugt er dort, wo er sie zurückhält und die unbequeme Zahl selbst ausspricht.
Wer die Statistik gegen ihre Verkürzung verteidigt, kämpft mit denselben Mitteln: Zuspitzung, Auswahl, ein Titel, der klickt. Gibt es eine Gegenrede, die nicht zur Spiegelung der Rede wird?
Nachbesprechung
Zwei Fragen, die das Video aufwirft und offen lässt: woher der Abstand kommt, der nach allen Korrekturen bleibt, und wie das Bild entsteht, das größer ist als er.
Kultur oder Lage
BissenBlaBla erklärt den Abstand mit der Postleitzahl und sagt, von der „Kulturnummer“ bleibe nichts übrig. Das ifo-Papier, auf das er sich stützt, vergleicht Kreise: Es zeigt, dass Kreise mit mehr Ausländern nicht krimineller werden. Über einzelne Menschen sagt eine solche Korrelation wenig. Belastbarer sind Studien, die einen Zufall nutzen. Als 2015/16 Geflüchtete nach Unterkunftslage, also fast zufällig, auf die Kreise verteilt wurden, stieg die Kriminalität nur sehr wenig, vor allem bei Drogendelikten und Schwarzfahren (Gehrsitz & Ungerer 2022, doi:10.1111/ecca.12420). Lange und Sommerfeld finden dagegen ein Jahr nach der Ankunft einen Anstieg, pro Kopf klein, in der Summe groß, am deutlichsten bei Eigentums- und Gewaltdelikten — und zugleich Hinweise darauf, dass mehr angezeigt wurde (Lange & Sommerfeld 2024, doi:10.1016/j.labeco.2023.102466). Über viele Länder gemittelt ist der Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Kriminalität eines Ortes negativ, aber sehr schwach (Ousey & Kubrin 2018, Review und Meta-Analyse, doi:10.1146/annurev-criminol-032317-092026).
Auf der Ebene der Menschen bleibt ein Rest. Schwedens Kriminalpräventionsrat hat die ganze Bevölkerung durchgerechnet: Im Ausland Geborene werden 2,5-mal so oft als Tatverdächtige registriert, nach Kontrolle von Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung und Wohnort noch 1,8-mal (Brå 2021, Registerstudie). Den größten Teil erklärt dort das Alter, nicht der Wohnort, also das Umgekehrte dessen, was das Video aus dem ifo-Papier liest. Bei Vergewaltigung sinkt der Faktor von 3,2 nur auf 2,2, und eine schwedische Registerstudie findet den Zusammenhang bei Vergewaltigungsurteilen auch nach Kontrolle von Status, Sucht und Vorstrafen (Khoshnood, Sundquist & Sundquist 2025, doi:10.1177/08862605241311611). In Niedersachsen gingen 92 Prozent des Gewaltanstiegs von 2015/16 auf Geflüchtete zurück, doch die Gruppen unterschieden sich enorm: Menschen aus Algerien, Tunesien und Marokko, 0,9 Prozent der Geflüchteten, stellten 17 Prozent der geflüchteten Tatverdächtigen bei Gewalt; Syrer, Iraker und Afghanen, mehr als die Hälfte der Geflüchteten, gut ein Drittel (Pfeiffer, Baier & Kliem 2018, Gutachten fürs BMFSFJ, nicht begutachtet). Die Autoren nennen junge Männer, fehlende Bleibeperspektive und gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen.
Was heißt dann „Kultur“? Die Forschung trennt hier sauberer als beide Seiten des Streits. Als Wesen einer Herkunft trägt sie nicht: In Stockholmer Kohorten ähneln sich Landsleute in ihrer Kriminalität kaum, und Ressourcen der Eltern und Segregation des Viertels erklären bei Männern die Hälfte bis drei Viertel der Lücke (Hällsten, Szulkin & Sarnecki 2013, doi:10.1093/bjc/azt005). Erlernte Normen und erlittene Gewalt sind dagegen belegte Mechanismen. Asylsuchende in der Schweiz, die als Kinder Bürgerkrieg erlebten, sind um 35 Prozent gewaltgeneigter, und Zugang zum Arbeitsmarkt nimmt zwei Drittel davon weg (Couttenier et al. 2019, doi:10.1257/aer.20170263). Beim Aufenthaltsstatus hat das Video mehr recht, als es selbst sagt: Als Italien Migranten über ein Windhundverfahren am Stichtag legalisierte, sank ihre Kriminalitätsrate um gut die Hälfte (Pinotti 2017, doi:10.1257/aer.20150355).
So bleibt ein Bild, das keinem Lager gefällt. Der Abstand ist größer, als die Statistikkritik zugibt, und kleiner, als die Plakate behaupten; was nach allen Korrekturen bleibt, hängt an Alter, Lage, Status, Trauma und an Normen, die man lernt und wieder verlernen kann. Auch das stärkste Argument des Videos, das Anzeigeverhalten, hat eine Grenze: Bei Tötungsdelikten wird kaum selektiv angezeigt, und dort bleibt die Überrepräsentation bestehen (Brå 2021).
→ Weiter im Panorama: Kultur oder Lage?, mit Yonatan Zeigen, Friedrich Merz und Gilda Sahebi — und den Fragen, wie viel davon die Anzeige erzeugt und was den Abstand kleiner macht.
Wie das Bild entsteht
Hestermanns Zahl ist kein Ausreißer, sie ist der vorläufige Endpunkt einer Kurve. 2014 nannten Fernsehberichte über Gewalt die Herkunft eines Tatverdächtigen in 4,8 Prozent der Fälle, 2019 in knapp einem Drittel (Hestermann 2019); 2025 in einem Viertel, dann aber fast nur, wenn der Verdächtige kein Deutscher war (Hestermann 2025). Eine Auswertung von knapp 11.000 Zeitungsberichten aus den Jahren 2013 bis 2021 zeigt dieselbe Kurve mit dem Gipfel 2018 und deutet sie als Antwort auf die „Lügenpresse“-Rufe nach 2015 (Klimmt, Dittrich & Leuppert 2024, doi:10.1177/14648849241243191). 2017 lockerte der Presserat seine Richtlinie 12.1: Statt eines „begründbaren Sachbezugs“ genügt seither ein „begründetes öffentliches Interesse“ (Presserat, Leitsätze zu 12.1).
Die Wirkung ist gemessen. Berichten die Medien viel über Migration, steigt die Wahrscheinlichkeit, sich große Sorgen zu machen, um 13 Prozentpunkte, am stärksten dort, wo kaum Migranten leben (Czymara & Dochow 2018, doi:10.1093/esr/jcy019). In der Schweiz hätte das Minarettverbot ohne die überzeichnete Berichterstattung über Kriminalität von Migranten rund vier Punkte weniger Zustimmung bekommen (Couttenier et al. 2024, doi:10.1162/rest_a_01152). Den Ausweg fand eine Lokalzeitung. Seit die Sächsische Zeitung 2016 die Herkunft aller Tatverdächtigen nennt, auch der deutschen, sanken in ihrem Verbreitungsgebiet die Migrationssorgen (Keita, Renault & Valette 2023, doi:10.1093/ej/uead059). Geholfen hat die Vollständigkeit. Die Frage, die oben offenblieb — immer nennen oder nie? —, hat hier eine erste empirische Antwort. NRW schreibt seinen Polizeipressestellen seit Herbst 2024 dasselbe vor; eine Auswertung gibt es noch nicht.
Gegen die Lieblingsthese des Videos gehört eine Einschränkung dazu: Die Furcht ist nicht bloß eingebildet. Die Dunkelfeldbefragung SKiD 2024 zeigt gestiegene Furcht und zugleich gestiegene Betroffenheit, bei Körperverletzung von 2,0 auf 2,6 Prozent, bei 16- und 17-Jährigen von 3,1 auf 8,5 Prozent (BKA, SKiD 2024). Das Medienbild verzerrt, wer die Taten begeht; dass etwas geschieht, erfindet es nicht.
→ Weiter im Panorama: Warum im Osten doppelt so viel? — wo die Angst vor Migration dort am größten ist, wo die wenigsten Migranten leben, und wo eine Lokalzeitung zeigt, wie man das Bild ändert.
Faktencheck
Beidseitig geprüft: die zitierten AfD-Aussagen und die Behauptungen des Kanals. Grundlage sind PKS 2025, Strafverfolgungsstatistik 2024, die Originaldokumente und die vom Kanal genannten Quellen.
2.054.855 Tatverdächtige, davon 823.609 nichtdeutsch (40,1 %); ohne ausländerrechtliche Verstöße 677.951 von 1.908.383 (35,5 %). Aufklärungsquote 57,9 %. Fälle −5,6 % (ohne Cannabis-Effekt −4,7 %), Gewaltkriminalität −2,3 %, erster Rückgang seit 2021; bei Gewalt Jugendliche −7,4 %, Zuwanderer −7,2 %, Kinder +3,3 %. Belastungszahl 1.813 (Deutsche) gegen 4.788 (Ausländer), 2,6-fach. Die „zwei korrekten Schlagzeilen“ stimmen: Gesamtanteil 41,8 → 40,1 %, Anteil ohne Aufenthaltsdelikte 35,4 → 35,5 %, höchster Wert seit 2011. Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung +8,5 %, seit 2018 +71,7 %; das BKA nennt auch eine höhere Anzeigebereitschaft. Quelle: BKA-Pressemitteilung PKS 2025 (20.04.2026) · IMK-Bericht PKS 2025, S. 45–50
Grundsatzprogramm 2016, Kap. 9.6 (S. 127): Statistiken über Asyl- oder Migrationshintergrund würden „aus politischen Gründen kaum geführt, geheim gehalten oder geschönt“; „Eine Reform der Kriminalstatistik ist daher Ziel der AfD“; „Familien-, Clan- und kulturelle Strukturen“ samt „Sprachbarriere“. Bundestagswahlprogramm 2025 (S. 116–118): „weitere Anstieg des Anteils von Ausländern an Gewalt-, Sexual- und Drogendelikten“, „ethnisch abgeschottete Subkulturen aus dem arabischen Kulturkreis … mit No-go-Areas“, Jugendkriminalität „deutlich zugenommen; besonders auffällig … Migrationshintergrund“. Antrag Niedersachsen, Drs. 19/6799 (18.03.2025): „mehrheitlich importierten Pyro-Gewalt (die Täter kamen einmal mehr überwiegend aus dem Migranten-Milieu)“. Zur Rahmung: Den Satz über „Clan- und kulturelle Strukturen“ stellt das Video als Antwort auf das Warum hin; im Programm begründet er, warum diese Kriminalität schwer zu bekämpfen sei. Unmittelbar davor nennt die AfD eine soziale Ursache: „Enttäuschte Hoffnungen auf Wohlstand bergen die Gefahr, dass viele in die Kriminalität abgleiten.“ Quelle: AfD-Grundsatzprogramm (PDF) · AfD-Bundestagswahlprogramm 2025 (PDF) · Nds. Landtag Drs. 19/6799
Zwei der fünf Sätze bestätigt das Video selbst (die 40 % sind „echt“, der Abstand „ist echt“). Am Ende stellt es das Kriterium auf: „Auswahl mit Absicht hat einen anderen Namen … Lüge.“ An mehreren Stellen wählt der Kanal selbst aus: die mildere Belastungszahl, das Startjahr 2005, eine Hestermann-Vergleichszahl, die nicht zur eigenen passt, ein Pass, wo eine ethnische Zuschreibung gemeint ist. Das Skript folgt fast Zahl für Zahl den Dossiers des Mediendienstes Integration; gegenläufige Forschung fehlt. „Silvester in Köln“, im Intro angekündigt, wird nie geprüft. Der Kanal ist offen aktivistisch und lebt von Mitgliedschaften; das Etikett „Lüge“ bringt Reichweite und ist nur teilweise gedeckt. Quelle: Mediendienst Integration: Begehen Ausländer öfter Straftaten?
Formal richtig: Tatverdächtige sind keine Täter; auf 100 strafmündige Tatverdächtige kamen 2024 nur 23 Verurteilte. Die Frage soll aber die 40 % „zusammenklappen“ lassen, und das tut sie nicht: In der Strafverfolgungsstatistik 2024 hatten 257.804 von 632.115 Verurteilten keinen deutschen Pass, 40,8 % (ohne Straßenverkehr 41,4 %). Auch „Fälle sind keine Personen“ trifft die 40 % nicht, die PKS zählt dort bereits Personen. Quelle: Destatis, Strafverfolgung 2024, Tab. 24311-45 · Uni Konstanz/KIK: Einordnung PKS 2024/2025
Die 2,6-fache Belastung stimmt, ist aber der mildere Wert. Für die Gewaltkriminalität weist das BKA einen „etwa viermal“ höheren Wert aus (628 gegen 158). Auch innerhalb gleicher Alters- und Geschlechtsgruppen bleibt ein Abstand: erwachsene Männer 2,7-fach, männliche Jugendliche bei Gewalt 3,5-fach. Quelle: BKA, PKS 2025 · IMK-Bericht PKS 2025, Tab. 6.4/6.5
Die ifo-Studie ist korrekt wiedergegeben (Adema/Alipour, ifo Schnelldienst digital 3/2025): Kreisdaten 2018–2023, kein Zusammenhang zwischen Ausländeranteil und Kriminalität, Überrepräsentation „überwiegend durch ortsspezifische Faktoren“. Der Satz über „zwei junge Männer in derselben Straße“ geht darüber hinaus: Eine Aggregatanalyse misst weder Straße noch Einkommen eines Menschen, die Autoren beklagen selbst fehlende Individualdaten, und der Schnelldienst ist nicht begutachtet. Peer-reviewt finden Gehrsitz & Ungerer nach 2015 „moderate increases in crime“ (doi:10.1111/ecca.12420, Einzelstudie). Die vom Kanal genutzte Expertin Gina Wollinger: „Es kann auch kulturelle Faktoren geben, zum Beispiel rigidere Männlichkeitsnormen.“ Berlin 2012: Die Werte 2.353 / 2.801 stimmen, gelten aber nur für Gewaltdelikte; „praktisch dasselbe“ sind +19 %, und der dritte Wert (5.388, ausländische Jugendliche) fehlt. „Das Muster hat sich nicht geändert“ ist unprüfbar, Berlin erfasst den Migrationshintergrund seit 2022 nicht mehr. Quelle: ifo, Adema/Alipour 2025 (PDF) · Mediendienst-Interview mit Gina Wollinger · Walburg 2014, Tab. 3 · Berliner Zeitung: Erfassung eingestellt
Die Zahlen sind exakt: Straftaten ohne Aufenthaltsdelikte 6.287.780 → 5.270.782 (2005–2019, −16,2 %), Gewalt 212.832 → 181.054 (−14,9 %), 2024 Straftaten −11,7 % unter 2005. Beim Jahr 2024 wechselt das Video aber die Messgröße: Die Gewalt lag 2024 mit 217.277 Fällen über 2005, höchster Stand seit 2007; 2025 (212.335) wieder auf 2005-Niveau. 2005 liegt nahe dem langjährigen Hoch. Der Ausländeranteil bei Gewaltdelikten stieg von 23,5 % (2008) auf 43,1 % (2024), vor allem durch das Bevölkerungswachstum: Die nichtdeutsche Bevölkerung wuchs 2014–2024 um 73 %, die nichtdeutschen Tatverdächtigen um 48 %. Pro Kopf ist die Belastung gesunken. Jugend-Satz: Das AfD-Programm entstand vor der PKS 2025 und stimmte damals (2023: Kinder +12,0 %, Jugendliche +9,5 %). Es mit 2025er Zahlen zu „widerlegen“, ist anachronistisch; heute ist der Trend gekippt (Kinder −6,4 %, Jugendliche −10,4 %). Quelle: BKA PKS-Zeitreihe T01 (xlsx) · bpb/Walburg: Migration und Kriminalität · Uni Konstanz/KIK
Die Werte 2024 stimmen (Straftaten gegen das Leben 38,3 %, sexuelle Selbstbestimmung 28,8 %, Diebstahl 45,5 %), aber gemischt mit Gewalt aus 2025 (42,9 %); 2025 liegen Straftaten gegen das Leben bei 41,5 %. In „sexuelle Selbstbestimmung“ stecken Massendelikte wie Kinder- und Jugendpornografie. Bei Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung beträgt der nichtdeutsche Anteil 38,5 %, nahe am Gewaltschnitt. Den behaupteten Anstieg des Anteils prüft das Video nie; er ist real (Gewalt 23,5 → 43,1 %, 2008–2024), geht aber vor allem auf das Bevölkerungswachstum zurück. Quelle: BKA-Tabellen nach Nationalität 2025 · BKA-Pressemitteilung (Vergewaltigung 38,5 %)
Weitgehend richtig: Keine amtliche Kategorie; NRW-Innenminister Jäger (SPD) verneinte im Januar 2017 im Landtag solche Orte. Der genaue Wortlaut der zitierten Landtagsantwort war im Original nicht auffindbar, der Inhalt deckt sich. Verschwiegen: Im selben Jahr sprach CDU-Staatskanzleichef Liminski von einer „dramatischen Entwicklung von ‚No-Go-Areas‘“, kein reines AfD-Narrativ. Und „keine Liste“ stimmt nicht ganz: § 12 PolG NRW kennt „gefährliche und verrufene Orte“, 2020 benannte NRW 44 Gebiete. Quelle: WZ, 27.01.2017 · SPD-Fraktion NRW zu Liminski · LTO, 27.05.2020
Die Niedersachsen-Zahlen stimmen (2.691 Straftaten, 0,53 %, dritter Rückgang, 2.411 Tatverdächtige, gut 56 % deutsch, knapp 48 % Mehrfachtäter, vier OK-Verfahren). Das Kernargument ist ein Kategorienfehler: Clankriminalität ist amtlich ethnisch-familiär definiert (LKA NRW: türkisch-arabischstämmige Großfamilien mit Mhallamiye- oder Libanon-Bezug), deutsche Pässe sind eingeschlossen. Die AfD-Formel „ethnisch abgeschottete Subkulturen“ übernimmt die Sprache des LKA. Clan-OK-Gruppierungen bundesweit 2024: 36 (2023: 44), eher unter „40–50“. Quelle: MI Niedersachsen, Lagebild 2025 · LKA NRW Lagebild Clankriminalität 2024 · BKA Bundeslagebild OK 2024
Die Anlage zu BT-Drs. 21/4065 listet die Tatverdächtigen nach Staatsangehörigkeit: 84 für den 31.12.2025 (25 deutsch, 15 unbekannt, Rest ausländisch), Vorjahr 740 (136 deutsch, 209 unbekannt) — für alle Silvester-Straftaten im Bereich der Bundespolizei. Der AfD-Antrag in Niedersachsen (18.03.2025) liegt zehn Monate vor der Anfrage und betrifft ein anderes Silvester. Für 2024/25 in Berlin: Von 40 Verdächtigen bei Angriffen auf Einsatzkräfte waren 21 deutsch. „Überwiegend Migrantenmilieu“ bleibt unbelegt (Migrationshintergrund wird nicht erfasst), „Nichtdeutsche überproportional“ ist gestützt. Ungenannt: Die Angriffe auf die Bundespolizei verdreifachten sich (7 → 21 Fälle, 17 → 55 Beamte). Das Moabiter Pyrotechnik-Feuer kam laut Polizei aus einer Demonstration der linksextremen Szene. Quelle: BT-Drs. 21/4065 mit Anlage · ZDF, 07.01.2025 · Land NRW, Silvesterbilanz 2025/26
Der Kern hält: Nennt das Fernsehen die Herkunft, sind 94,6 % der Tatverdächtigen nichtdeutsch (öffentlich-rechtlich 95,7, privat 92,9), 70,3 % aus muslimisch geprägten Ländern gegen 15,8 % in der PKS. Unschärfen: Die Vergleichszahl 34,3 % beruht auf Hestermanns weiter Gewaltdefinition, das Video nennt Minuten vorher 42,9 % (Verzerrung dann etwa 2,2- statt 3-fach). Die Stichprobe ist klein (168 TV-Beiträge, 146 Tatverdächtige). München und Mannheim trennt mehr als die Nationalität: München war laut Anklage religiös motiviert und geschah zehn Tage vor der Bundestagswahl, Mannheim war ein psychiatrischer Fall ohne politisches Motiv. Quelle: Hestermann-Expertise 2025 (PDF) · LTO: Anklage im Fall München
Die Richtung ist belegt: Im Niedersachsensurvey 2024 (KFN) wurden bei Jugendgewalt 7,9 % der Taten angezeigt, wenn Opfer und Täter keine Migrationsgeschichte hatten, 22,4 %, wenn nur der Täter eine hatte. Die Expertin heißt Prof. Dr. Susann Prätor (Polizeiakademie Niedersachsen); die Studie stammt vom KFN. Überdehnt: Unterschieden wird nach Migrationsgeschichte, nicht deutsch/nichtdeutsch; der Befund ist deskriptiv und nicht nach Tatschwere bereinigt, „bei vergleichbaren Taten“ steht nicht in der Studie. Den Satz, das BKA schreibe, „als fremd wahrgenommene“ Menschen würden „merklich häufiger angezeigt“, findet man im IMK-Bericht so nicht; dort stehen allgemein Anzeigeverhalten und Kontrollintensität als Einflussfaktoren. Wollinger: „keine gesicherten Zahlen“ zur Stärke der Verzerrung. SKiD: 60.837 auswertbare Interviews. Fremdenfeindliche Straftaten 2025: 19.484, 73,7 % rechts — aus der PMK-Statistik, nicht aus der PKS. Quelle: KFN Forschungsbericht 171, S. 88 f. · Mediendienst-Interview mit Susann Prätor · BKA, PMK 2025
Die beiden Zitate stammen aus zwei Dokumenten, neun Jahre auseinander: „kaum geführt, geheim gehalten oder geschönt“ aus dem Grundsatzprogramm 2016 (S. 127), „besonders auffällig … Migrationshintergrund“ aus dem Wahlprogramm 2025 (S. 118). Auch der zweite „Widerspruch“ trägt nicht: Die Reform der Statistik folgt logisch aus „kaum geführt“, die AfD will den Migrationshintergrund erfasst sehen. Gegenprobe zur AfD: Für den Migrationshintergrund stimmt „kaum geführt“; für Asyl ist es falsch (die PKS führt „Zuwanderer“ und den Aufenthaltsanlass); „geheim gehalten oder geschönt“ ist unbelegt. Quelle: AfD-Grundsatzprogramm, S. 127 · AfD-Bundestagswahlprogramm 2025, S. 118 · IMK-Bericht PKS 2025, S. 7
Weiterführende Quellen
Aus der Video-Beschreibung (vom Kanal kuratiert):
- Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 — BKA, Tabellen und Interpretationshilfen
- Pressemitteilung zur PKS 2025 und zur Dunkelfeldstudie SKiD — BKA, 20.04.2026
- Politisch motivierte Kriminalität 2025 — BKA, 09.06.2026
- Begehen Ausländer öfter Straftaten als Deutsche? — Mediendienst Integration
- Steigert Migration die Kriminalität? Ein datenbasierter Blick — Adema/Alipour, ifo Schnelldienst digital 3/2025
- Straftaten und gerichtliche Strafverfolgung, methodische Hinweise — Statistisches Bundesamt
- Mediale Verzerrung so hoch wie noch nie — Thomas Hestermann, mediendiskurs
- Kriminalität und Migration: Das Bild in deutschen Medien — Hestermann-Expertise, Mediendienst Integration
- Herkunftsangabe bei Berichten über Kriminalität — Correctiv, 17.10.2025
- Lagebild Clankriminalität 2025 Niedersachsen — Innenministerium Niedersachsen
- Einsätze der Bundespolizei in der Silvesternacht 2025/2026 — Bundestag, Drs. 21/4065, Antwort auf AfD-Anfrage
- Vorläufige Silvesterbilanz 2025/2026 — LZPD NRW
- Bilanz der polizeilichen Maßnahmen zum Jahreswechsel — Polizei Berlin
- Migranten werden häufiger angezeigt — Faktencheck mit Bezug auf KFN und Polizeiakademie Niedersachsen
- Ausländerkriminalität in Deutschland — Statista
- Zitate aus dem AfD-Grundsatzprogramm (Kapitel 9.6) und dem Bundestagswahlprogramm 2025 (Innere Sicherheit, Jugendstrafrecht)
Aus dem Faktencheck (Sherlock):
- BKA/IMK-Bericht PKS 2025 (PDF) — Primärquelle für Tatverdächtige, Belastungszahlen und Zeitreihen seit 2011
- BKA-Tabellen 2025, Tatverdächtige nach Nationalität — nichtdeutsche Anteile je Delikt
- Destatis, Strafverfolgung 2024 — Verurteilte nach Staatsangehörigkeit, das Gegenstück zur PKS
- Uni Konstanz/KIK: Zur Einordnung der Kriminalitätsentwicklung (5/2026) — nüchterne Langzeiteinordnung vom Verdacht bis zum Urteil
- bpb, Christian Walburg: Migration und Kriminalität (07/2025) — ausgewogener Überblick
- Pfeiffer, Baier & Kliem 2018: Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland — Gutachten fürs BMFSFJ, Niedersachsen 2014–2016
- KFN Forschungsbericht 171 (Niedersachsensurvey 2024) — Original der Anzeigequoten
- BT-Drs. 21/4065 mit Anlage — Silvester-Antwort samt Staatsangehörigkeiten
- Nds. Landtag Drs. 19/6799 — der AfD-Antrag im Wortlaut
- LKA NRW, Lagebild Clankriminalität 2024 — ethnische Definition und Namensabgleich
- Walburg 2014, Gutachten Migration und Jugenddelinquenz — Quelle der Berliner Zahlen von 2012
- Huang & Kvasnička, doi:10.1007/s00148-026-01194-8 — keine höhere Viktimisierung Einheimischer durch Geflüchtete nach 2015 (Kreisdaten)
Verbindungen
→ Yonatan Zeigen — A Place For Us All
Zeigen führt die Kultur-These an einem Fall ganz ohne Deutschland vor: Die Mordwelle unter Israels arabischen Bürgern gibt es in Jordanien, im Westjordanland und in Gaza nicht, und als das jüdische Netanja dasselbe Problem hatte, sprach niemand von Kultur, man räumte auf. Das ist BissenBlaBlas „Postleitzahl statt Pass“ in seiner stärksten Form, mit einer Gegenprobe, die der Kanal nicht hat. Die Nachbesprechung hier zeigt die Grenze: Registerdaten lassen nach allen Kontrollen einen Rest stehen, den Zeigens Vergleich nicht erfassen kann.
→ Wilhelm Heitmeyer — Die Durchrohung der Gesellschaft
Heitmeyer nennt die These, es werde nur mehr angezeigt, eine „Beruhigungsformel“ und hält das Dunkelfeld dagegen. Genau diese These ist das späte, stärkste Argument des Videos. Die Note gibt beiden zum Teil recht: Die KFN-Zahlen belegen eine Verzerrung durch selektives Anzeigen, die Dunkelfeldbefragung SKiD 2024 zeigt zugleich wirklich gestiegene Betroffenheit. Die Anzeige verschiebt, wer in der Statistik steht, und erfindet nicht, dass etwas geschieht.
→ Herfried Münkler — Die Sehnsucht nach Ordnung
Münkler trennt Furcht, die einen Gegenstand hat, von Angst, die sich ihre Gegenstände sucht; wer Angst mit Kriminalitätszahlen widerlegt, nimmt ihr nur einen Gegenstand. Das ist die Frage, die BissenBlaBla am Ende offen lässt — ob ein Problem mit einer Rückfrage erledigt ist —, grundsätzlicher und pessimistischer gestellt.
→ Marcant — Ausstieg aus der rechten Szene
Felix hasste Ausländer, ohne je eine schlechte Erfahrung mit einem gemacht zu haben, und erklärt es selbst: Auf TikTok kamen nur die Taten von Ausländern. Das ist Hestermanns Verzerrung, angekommen in einem einzelnen Kopf. Marcants Gegenmittel, die Taten deutscher Täter genauso bekannt zu machen, hat in der Nachbesprechung einen empirischen Beleg: Seit die Sächsische Zeitung die Herkunft aller Tatverdächtigen nennt, sanken in ihrem Gebiet die Migrationssorgen.
→ MONITOR — Abschiebungen vs. Fachkräfte
Francis Emeka wurde nach zehn Jahren als Bäcker abgeschoben, „mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten“: Schwarzfahren, ein fehlender Pass, zwei Gramm Haschisch. Der Fall gibt der Frage der Note, ob Arbeitsverbote und Kettenduldungen selbst ein Kriminalitätsfaktor sind, ein Gesicht, und zeigt, wie Delikte entstehen, die nur Ausländer begehen können. Die Forschung in der Nachbesprechung stützt das: Legalisierung halbiert die Kriminalitätsrate (Pinotti 2017).
→ Staiy — News Briefwahl, Femizid und Erbschaftssteuer (28.08.2026)
Staiy markiert seine Beobachtung zur Medienaufmerksamkeit selbst als Anekdote; BissenBlaBla prüft viel und wählt trotzdem aus (Startjahr 2005, die mildere Belastungszahl, die Silvester-Pointe). Beide Notes zeigen dieselbe Schwäche von Kanälen, die gegen rechts argumentieren: Die Gegenrede wiederholt im Kleinen die Auswahl, die sie im Großen anprangert.
→ Staiy — News Leipzig Medienschweigen und Rechte Mediabubble (10.05.2026)
Staiys Vergleich Aschaffenburg gegen Leipzig ist das Gegenstück zu München gegen Mannheim, und er trägt besser: Bei Staiy waren beide Täter psychisch krank, der Unterschied liegt also tatsächlich bei der Herkunft, während München und Mannheim auch Motiv und Wahlkampfnähe trennen. Staiys Frage nach der psychiatrischen Versorgung ist die Lage-Erklärung, die BissenBlaBla nur statistisch führt.
→ Gilda con Arne #27 — Die alte Tante SPD will zurück zu Opa Schröder
Merz’ Satz, ein „beachtlicher Teil“ der Gewalt gegen Frauen komme von Zuwanderern, und Sahebis Vorwurf, er instrumentalisiere damit einen Fall mit deutschem Täter, sind beide nur halb belegt. Bei Vergewaltigung sind 38,5 Prozent der Tatverdächtigen nichtdeutsch, in Schweden bleibt nach allen Kontrollen ein Faktor von 2,2: Merz’ Satz hat einen Kern. Sahebis Kritik trifft trotzdem, sie richtet sich gegen die Verschiebung weg vom konkreten Fall.
→ Christian Walburg — Migration, Flucht und Kriminalität
Der Kriminologe, auf dessen Gutachten sich das Video stützt, im Freiburger Vortrag selbst. Er lässt einen Rest stehen, den das Video wegerklärt: Alter und Geschlecht erklären nur 25 bis 30 Prozent des Abstands, und patriarchale Prägung „sollte man nicht leugnen“.
Weiterdenken
- Wenn eine richtige Zahl mit dem falschen Wort („Täter“) ein ganzes Land bewegt — welche Wörter benutze ich selbst, ohne zu merken, was sie tun?
- Der Abstand bei der Gewalt bleibt nach allen Korrekturen kleiner, aber er bleibt. Was müsste man wissen, um ihn zu verringern, statt nur über seine Größe zu streiten?
- Die Statistik misst, wen wir anzeigen und kontrollieren. Wie würde eine Statistik aussehen, die das herausrechnet — und würde ihr die Seite glauben, der sie nicht passt?
- Hestermanns Verzerrung entsteht in Redaktionen, die sich nicht rechts nennen. Wer trägt mehr Verantwortung für ein Bild im Kopf: der, der es malt, oder der, der es benutzt?
- Was wäre das stärkste Argument der Gegenseite, das in diesem Video nicht vorkommt?
Von hier einen Faden gehen7 Stationen, rückwärts durch den Bestand
Im Bestand
15 gedachte Verweise · eine geteilte Quelle, die noch niemand verlinkt hat